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Stichwortsuche

Stichwortsuche / Index

Dieses Verzeichnis mit seiner Stichwortsuche soll Ihnen helfen, die richtige Information oder das richtige Produkt zu Ihrer Frage zu liefern. Dieses gilt nicht nur für Schwedenfarben sondern für Farben im Allgemeinen.
Klicken Sie auf den jeweiligen Buchstaben, dann öffnet sich die Rubrik mit Suchbegriffen, die diesen Anfangsbuchstaben haben.

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A

 

 

AAAA

Aufbauen, Abwarten, Anwittern und Aufnahmefähig werden lassen.
Hier ein Beitrag aus unserem Journal zu diesem Thema: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/aussenholz-streichen/
Diese vier A's sind bei neuem und zugleich gehobeltem Aussenholz von höchster Wichtigkeit.
Während in Deutschland jeder vermeintliche Fachhändler vom "sofortigen Holzanstrich" spricht und damit einer 70-jährigen (und völlig überholten) DIN-Verordnung folgt, gehen es die Skandinavier ruhig an und überprüfen zunächst, ob man überhaupt schon sinnig streichen kann.
Einer der Hauptgründe für abblätternde Holzanstriche ist hier in Deutschland das panikartige "Ich muss jetzt sofort streichen, am besten noch vor der Montage!". 
Wie eine Handcreme auf menschlicher Haut, muss auch ein Anstrich in das Holz einziehen können. Gehobeltes und zugleich frisches Holz ist so ähnlich wie eine Hand, die in einem Gummihandschuh steckt: Alles perlt ab. So macht auch die Handcreme keinen Sinn. Ebensowenig macht dann auch ein Holzanstrich keinen Sinn. Wer dennoch sofort etwas machen will, weil man im Glauben ist, es würde dem Holz gut tun: Dann besser alles mit Tesafilm zukleben...
Eine zu früh gestrichene Lasur, Grundierung oder Farbe würde sich nicht anders verhalten und nur auf dem Holz trocknen. Der Tesafilmstreifen lässt sich jedoch leichter abziehen, wenn dieser abzublättern beginnt.
Ist das Holz aber schon einige Wochen angewittert, der anfängliche Glanz verschwunden und es erscheint wie trockene Haut, kann man mit einer Grundierung beginnen. Just in den Aufbauanleitungen von neu gekauften Gartenhäusern steht immer dieser Unfug vom sofortigen Holzschutz - wegen der alten DIN-Verordnung und/oder in Unkenntnis des Lieferanten...

<pid="abschleifen"> 

 

Abschleifen

Wann schleift man einen Altanstrich ab, wann schleift man diesen lediglich an?
Es kommt immer darauf an, was man für einen Untergrund hat. Egal ob Metall oder Holz, es können drei verschiedene Untergrundformen vorliegen:
1. Unbehandelt, blank bzw. schon abgeschliffen
2. Vorhandener Altanstrich, intakt
3. Vorhandener Altanstrich, defekt/rissig/abblätternd
4. Vorhandener Altanstrich, verwittert

Blanke Oberflächen werden gerne angeschliffen, wenn sie extrem glatt sind. Spiegelblankes Metall, sowie galvanisierte Metalle wie Aluminium oder Zink, als auch heiß-gehobelte Holzoberflächen mit sichtbarem Glanz werden immer mit grobem Schleifmittel aufgeraut.
Ein intakter Altanstrich wird nur gesäubert, niemals an- oder gar abgeschliffen, ehe neu drüber gestrichen werden soll!
Bei Holz ist es lediglich wichtig, daß sich alte und neue Farbe vertragen. Die Bindemittel beider Anstriche sollten gleich oder zumindest sehr ähnlich sein.
Defekte Altanstriche werden abgeschliffen. Was nicht abzuschleifen geht, weil bombenfest, darf bleiben. Eine geeignete Farbe sollte dann auf die verbliebene Restfarbe abgestimmt sein -> wegen der Verträglichkeit. Blankes Holz wird in der Regel grundiert (damit es nie wieder Abblätterungen gibt), Metall wird nur bei späteren Acrylanstrichen grundiert.
Verwitterte Altanstriche werden entweder gewaschen (deckende Farbe) oder angeschliffen (Lasur). Wenn noch intakte Farbe auf der Oberfläche liegt, ist diese nach der Säuberung dann auch wie eine intakte und gesäuberte Altfarbe zu betrachten. Blanke Flächen grundieren (Holz) und mit einer Farbe streichen, die sich mit der verbliebenen Altfarbe verträgt.

 

 

Abtönen
Wer zur guten, alten Abtönpaste greift, um Farbtöne selber abzutönen, sollte sich ggfs auf unliebsame Überraschungen gefasst machen. Warum erklären wir hier:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/selbst-abtoenen-von-farbe/

 

 

 

Abwarten

Klingt an dieser Stelle etwas unpassend, hat aber viel mit Aussenanstrichen auf Holz zu tun:
Es besteht nie, wirklich nie und zu keiner sonstigen Zeit, eine Not, blankes Holz sofort | auf der Stelle | noch vor der Montage zu streichen bzw. gegen irgendwas zu behandeln. Insbesondere neues und zugleich gehobeltes Holz hat durch das Hobeln eine sehr geschlossene Holzoberfläche. Das Holz ist dicht, nimmt weder Regen noch Öl, Lasur, Grundierung, Imprägnierung, geschweige denn, Farbe auf. Wird zu früh gestrichen, trocknen diese Anstriche lediglich auf der Oberfläche anstatt ins Holz einzuziehen und lösen sich sehr rasch wieder ab. So lange Holz an der Oberfläche glänzt, perlt auch der Regen ab. Warten Sie daher mindestens 6-8 Wochen ab, ehe der erste Pinselstrich erfolgt.
Leider steht in jeder Aufbauanleitung für Gartenhäuser, man solle das Holz sofort und am besten vor der Montage streichen - auch die Fugen. Einer der Hauptgründe, warum Anstriche in Deutschland nach wenigen Monaten wieder abblättern.
Hier ein Journalbeitrag zu diesem Thema: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/aussenholz-streichen/
Besser abwarten!

 

 

Acrylat

Acrylate sind wasserbasierende Acryl-/Latexfarben. Diese Farben eignen sich als Fassadenfarben für Kinderspielhäuser, Carports und auch für Dachunterstände, auf Holz/Putz/Beton/Metall, innen wie aussen. Lediglich auf öligen Untergründen sind diese Farben nicht gut geeignet, ebensowenig auf harzhaltigen Hölzern wie Lärche oder Douglasie sowie auf Hölzern mit hohem Gerbsäureanteil (z.B. Eiche).
Heutzutage wird zunehmend auf Acrylatanstriche verzichtet. Durch den hohen Plastikanteil sind diese einerseits nicht besonders umweltfreundlich, andererseits sind reine Acrylate meist diffusionsoffen. Diffusionsoffene Anstriche fördern den Austausch von Feuchtigkeit, dadurch kann Holz nass werden und mit Pech verfaulen. Diffusionsoffene Anstriche sind grundsätzlich eher ungeeignet für Holz im Aussenbereich. Dort sind Öl- und Alkydfarben klar im Vorteil.

 

 

Acryl

… ist ein Kunststoff, den es im Hinblick auf Holzschutz in sehr unterschiedlichen Qualitäten gibt. Dieser Kunststoff härtet sehr schnell aus, kann jedoch auf elastischen Materialien wie Holz schnell spröde werden. Denn: Acryl ist thermoplastisch, wird bei Wärme weich, bei Kälte spröde.
Für Aussenanstriche auf Holz keine Empfehlung. In Baumärkten leider immer zuerst empfohlen (durch Unkenntnis des Mitarbeiters und höherer Marge für den Baumarkt). Insbesondere Lasuren mit Acryl sind genauso holzschützend wie pures Wasser als Anstrich... 

 

 

Afromosia

Eine Holzart aus der tropischen Region Afrikas. Wurde früher als Teakholz-Ersatz wild gerodet und steht auf der Liste bedrohter Pflanzen.
Ein sehr hartes Holz, welches im Bereich von Fenstern, Türen und Möbeln verwendet wird.

  

 

Airless
Airless-Sprühsysteme sind sogenannte Hochdrucksprühgeräte mit einem Druck von ca. 100 bar. Die Farbe wird direkt aus dem Eimer gefördert, wodurch das lästige Nachfüllen eines Bechers entfällt. Ferner ist der Sprühnebelverlust eher gegen 0%, was bei den kleineren Niederdrucksprühern durchaus mal bis 20% bedeuten kann. 
Das Sprühen von Farbe kommt aus der metallverarbeitenden Industrie, wo auf schnellem Wege eine Beschichtung auf ein Blech mit recht gleichmäßiger Struktur aufgetragen werden kann. Der aufgesprühte Farbfilm trocknet auf der Oberfläche an. 
Holz zu besprühen funktioniert bei Aussenflächen nur sehr mäßig. Das Holz muss richtig grundiert worden sein (was niemals mit einem Sprühgerät erfolgen sollte!) oder einen bereits bestehenden, intakten Altanstrich tragen. Holz direkt mit etwas zu besprühen, führt immer nur zu einem Oberflächenfilm, der mangels der richtigen Grundierung das Holz in Bewegung hält und den Farbfilm rissig werden lässt.  
Zum Thema professionelles Farbsprühgerät bzw. Profigerät hier Beiträge aus unserem Journal: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/spritzen-vs-streichen/
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/richtig-streichen/

 

 

Algizide / Fungizide

Unter dem Begriff Algizide versteht man verschiedene Substanzen, die ein Vermoosen bzw. einen Algenbewuchs auf Aussenflächen hemmen oder unterdrücken. Moose/Algen sind organische Ablagerungen, die z.B. durch Absonderung von Chlorophyll von Pflanzen auf nahezu allen Oberflächen anhaften und diese grün, braun oder schwarz werden lassen.
Fungizide sind hingegen Stoffe, die das Wachstum von Pilzen oder auch Schimmel unterdrücken.
Das Wachstum von Moosen/Algen sowie Pilzen/Schimmel wird durch feuchte Untergründe, einen Mangel an Sonnenlicht sowie warme Winter begünstigt.
Feuchte Untergründe entstehen in der Welt von Farben und Lasuren zumeist auf diffusionsoffenen Anstrichen, da diese viel Feuchtigkeit in das Holz oder den Putz lassen. Auf solch feuchten Böden gedeihen Mikroorganismen sehr gut und blühen. Mangels Sonnenlicht bleiben diese Bereiche obendrein länger feucht (Nordseiten, im Schatten, unter Tischen/Stühlen/Pflanzkübeln). Ist der Winter zudem noch warm und feucht gewesen, steht dem Pollenflug im Frühjahr ein exzellenter Nährboden zur Verfügung.

Da sich die klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa in den vergangenen 30 Jahren dramatisch verändert haben und in den meisten Landstrichen die Jahreszeiten feuchter sowie wärmer geworden sind, hat sich auch ein gutes Klima für Mikroorganismen entwickelt.
Weil die Farbenindustrie zudem immer weniger „scharfe“ Biozide in Aussenfarben geben darf, bzw. sogenannte Biofarben sie erst gar nicht enthalten dürfen, stehen wir vor einer großen Herausforderung. Somit spielt die richtige Grundierung eine zunehmend wichtige Rolle (damit sind nicht Grundierer wie z.B. ein Bläueschutzgrund gemeint – das ist leider totaler Unfug), sondern ebenso die Oberflächenstruktur einer Farbe, die im Idealfall keinen Gripp für die Wurzeln der Mikroorganismen liefert. So sind z.B. matte Farben deutlich anfälliger für einen solchen Bewuchs gegenüber Farben mit einem leichten Glanz.

Früher wurde Farben/Lasuren oftmals eine gewisse Menge an Blei zugegeben. Blei ist stark antibakteriell und hat eine Fassade über Jahrzehnte vor Moosen/Pilzen geschützt. Blei ist aber seit etwa 30 Jahren in Farben als Zusatzstoff verboten.

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass unsere Straßenschilder heutzutage schneller vermoosen als noch vor 20 Jahren?
Seit über 20 Jahren haben wir (glücklicherweise) kein Blei mehr in unseren Treibstoffen. Das Blei hat sich rund um die Straßen als Ausstoß/Abgas verteilt und die Schilder sauber gehalten. Der Mittelstreifen auf der Autobahn war zwischen den Leitplanken leer – heute wachsen dort „Urwälder“…

Wenn Sie eine vermooste Oberfläche haben: Es liegt nicht an der Farbe sondern an einer diffusionsoffenen Farbe/Lasur mit fehlender (richtiger) Grundierung, an den relativ laschen Bioziden und am Klimawandel.

 

 

Alkyde / Alkydharze

…sind Kunstharze, die in einem Veresterungsprozess von mehrwertigen Alkoholen und Fettsäuren/Naturölen wie z.B. Leinöl, Olivenöl, Fischöl oder auch Rizinusöl entstehen. Alkyde kommen heutzutage in sehr vielen Farbarten vor. Durch Modifizierung können Alkyde für bestimmte Anforderungen verbessert werden (Urethanalkyd in Bodenfarben, Silikonalkyd für Holzfassaden im Aussenbereich). Alkydfarben sind sehr robust und stark wasserabweisend. Unter den Ölfarben trocknen sie zudem schneller als z.B. Leinölfarben. Unsere robusteste Alkydharzfarbe für den Aussenbereich ist die Silikonalkydfarbe ODEN, im Innenbereich ist u.a. die Bodenfarbe GOLVFÄRG / DIMENSION ein Beispiel einer solchen Farbe.
Da Alkydharzfarben kein Acryl oder Acrylat enthalten, sind sie ökologischer als Acryl- oder Acrylatanstriche. Auch wenn eine geringe Menge des Lösemittels Terpentinersatz in Alkydharzfarben enthalten sein wird, so sind die meisten Substanzen einer Alkydharzfarbe biologisch abbaubar. Acrylhaltige Farben enthalten den besagten Kunststoff, der im Aussenbereich durch UV-Licht der Sonne zu Mikroplastik zerfällt - jenes Plastik, welches sich über das Grundwasser in den Ozeanen anreichert. 
Wenn Alkydharz mit Acrylat in gemischter Form in Farben zum Einsatz kommt, spricht man von Hybridfarben. Bei unseren Aussenfarben sind das z.B. TITAN V oder auch SOLID V.

 

 

Allemansrätten

Siehe hierzu Jedermannsrecht 

 

 

Altanstrich
Ist der jeweilige Untergrund vorbehandelt bzw. vorgestrichen?
Damit man die richtige Aussenfarbart ermitteln kann, die sich mit dem Altanstrich verträgt, werden immer folgende Informationen benötigt:  Wie stellt sich der bereits behandelte Untergrund dar? Offensichtlich defekt, rissig bzw. stumpf/matt geworden oder noch glänzend? Porös und wasserdurchlässig oder noch wasserabweisend und fest?
Kennen Sie die Inhaltsstoffe und Bindemittel des alten Anstrichs oder haben sie ggfs einen ganz konkreten Produktnamen zur Hand, so dass Sie (oder auch wir) recherchieren können?
Ist der alte Anstrich z.B. auf Basis des Lösemittels Wasser oder auf Basis von Terpentin/Terpentinersatz gewesen?

Streichen Sie bitte niemals irgendwas auf irgendwas anderes. Sie montieren ja auch nicht irgendwelche Fahrradreifen auf irgendein Auto - nach dem Motto: Reifen ist Reifen!
Wenn es mit den Anstrichen nicht funktioniert, bemerkt man es teilweise erst nach 1-3 Jahren, wenn sich die neue Farbe von der alten Farbe ablöst...  Darum sind auch Probeanstriche untauglich. Wer wartet denn bitteschön 1-3 Jahre und beobachtet seine Testflächen, ob der Anstrich hält oder nicht? 
Auch helfen sonst Tests weiter, welche man selber durchführen kann. Um einfach herauszufinden, um welche Art von altem Anstrich es sich handelt, gibt es die folgenden Anleitungen:
Bei einem alten, deckenden Anstrich testet man wie folgt:
Gehen Sie mit einem Schmirgelpapier (80er Körnung) leicht über eine Stelle des Voranstriches und schauen sich dann den Abrieb auf dem Schmirgelpapier an. Wirkt er staubig und lässt sich rauspusten, handelt es sich um einen Voranstrich auf Basis Öl oder Alkydharz. Setzt sich der Abrieb im Schmirgelpapier fest und wirkt schmierig, handelt es sich um einen Voranstrich auf Acrylbasis (Acryl=Plastik, weicht bei Reibungswärme auf).
Bei einem alten Lasuranstrich gehen Sie so vor:
Die Bindemittel einer Lasur oder Farbe lassen sich auch mit Brennspiritus ermitteln. Geben Sie den Brennspiritus (reiner Alkohol) in einen Lappen und reiben Sie mit etwas Druck ca. 20-30 Sekunden immer auf der gleichen Stelle. Wird die Lasur oder Farbe durch das Reiben weich oder klebrig, enthält der Anstrich Acryl/Acrylat. Bleibt die Schicht fest, war es eine Öl- oder Alkydharzfarbe/-lasur.
Grundsätzlich gilt: Ölfarbe ist immer hart sowie schlag- und stoßfest. Acrylfarben sind überwiegend weich, gerne wird das unpassende Wort "elastisch" benutzt. Streicht man eine weiche Plastikfarbe auf ein bewegliches Material wie Holz, bewegt sie sich minimal mit dem Holz. Streicht man nun eine härtere Öl- oder Alkydharzfarbe auf weiches Acryl auf dem beweglichen Holz, wird die harte Öl/Alkydharzfarbe irgendwann rissig. Umgekehrt geht es schon eher, wenngleich die meisten Acrylfarben eine Verschlechterung darstellen - aus qualitativer sowie auch ökologischer Sicht.
Unser Tipp: Bleiben Sie bei der Farbart Ihres Altanstriches, wenn Sie nicht abschleifen wollen oder müssen!
Weiterer Hinweis: Ja, es gibt auch Farbarten aus unserem Sortiment, die auf unbekannten Altanstrichen angewendet werden können. Ganz global z.B. im Bereich Holzfassadenfarbe das Produkt TITAN V oder die Farbe SOLID V aber auch die reine Leinölfarbe von ALLBÄCK.
Kontaktieren sie uns gerne für weitere Hilfe: https://schwedischer-farbenhandel.de/kontaktformular

 

 

Alte Farbe entfernen

Altanstrich auf dem Untergrund: Muss der runter und wie geht der runter?
Grundsätzlich kommt man mit händischem Schleifen oder Bürsten ganz gut voran, zumindest dann, wenn der alte Anstrich sowieso schon locker sitzt oder ggfs ein Lasuranstrich gewesen ist. Bei festsitzenden Acrylanstrichen wird es dann mitunter knifflig.
Dabei ist erst einmal wichtig zu beachten, dass gänzlich intakte und wasserabweisende Altanstriche nicht angeschliffen und erstrecht nicht abgeschliffen werden müssen. Lediglich bei der speziellen Farbart Schlammfarbe wird vor dem Renovierungsanstrich immer erst einmal gebürstet werden müssen - mit einer Stahlbürste.
So ist man dann in Sachen Zubehör auch unterschiedlich unterwegs. Wo hier und da noch das händische Schleifen bzw. Bürsten oder ein professionelles Schleifgerät ausreicht, muss sonst auch einmal zu „härteren Bandagen“ gegriffen werden: Fensterschaber - Farbabschaber - Abbeizer - Farbentferner - Spotheater.
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/holz-schleifen-oder-nicht/

 

 

 

Arbeitsgeräte

Welchen Pinsel, welche Rolle usw man am besten verwendet, hängt schlichtweg davon ab, welches Produkt man verstreichen möchte. So unterscheiden sich Pinsel für Grundierer und Lasuren von denen für deckende Fassadenfarben. Pinsel für Grundierer und Lasuren haben dünne Borsten zum Tragen und Verstreichen von dünnen Flüssigkeiten. Pinsel, die mit ihren Borsten dicke, deckende Farbe halten und verstreichen sollen, haben dicke, feste Borsten.
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/pinsel-ist-nicht-gleich-pinsel/
Bei manch einem Farbauftrag kann ggfs gespritzt werden, bei den meisten Anstrichen wird ausschließlich und viel sinnvoller gepinselt.
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/richtig-streichen/
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/spritzen-vs-streichen/
Benötige ich ein professionelles Schleifgerät oder reicht manuelles Anrauen mit Schmirgelpapier aus, bzw eine Stahlbürste? Auch das hängt tatsächlich davon ab, inwieweit der Altanstrich intakt bzw defekt ist.
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/holz-schleifen-oder-nicht/

 

 

Atmungsaktiv

Farben werden irrtümlich auch mal „atmungsaktiv“ genannt. Gemeint ist damit die Diffusionsoffenheit der Farbschicht: Wasserdampf kann in beide Richtungen durch die Farbschicht.
Bei gemauerten oder geputzten Flächen ist es wichtig, dass eine Farbe diffusionsoffen ist. Salze im Mauerwerk binden Feuchtigkeiten. Innerhalb des Mauerwerks "wandern" Feuchtigkeiten in Richtung Wärme - also zur Oberfläche der Fassade. Die Feuchtigkeit kann jedoch unmöglich durch einen dichten Farbanstrich auf dem Mauerwerk hindurch gelangen. Da Putz oder Beton durch Feuchtigkeiten nicht faulen kann, wird hier diffusionsoffen gestrichen, damit Feuchtigkeiten immer den Weg zur Fassaden-/Wandoberfläche finden.
Bei Holz im Aussenbereich hingegen ist ein diffusionsoffener Anstrich fatal. Da Holz einerseits keine Lunge hat (atmungsaktiv) und andererseits nicht nass werden darf – zumindest nicht über eine längere Zeit - versucht man immer, das Wasser vom Holz fern zu halten. Zwar kommt die Feuchtigkeit bei einem diffusionsoffenen Anstrich auch mal wieder raus (wenn von aussen Wärme einwirkt), jedoch kann das mitunter eine ganze Weile dauern.
Das Dampfdruckgefälle verhindert es z.B., dass Feuchtigkeiten aus dem Inneren des Hauses den weiten Weg durch alle Holzschichten bis an die Aussenfläche der Fassade versuchen. Dieses ist weder technisch möglich noch jemals praktisch der Fall gewesen. 
Die Skandinavier streichen bereits seit Jahrhunderten mit sowohl diffusionsoffenen (Schlammfarbe) als auch mit nicht-diffusionsoffenen Aussenholzfarben (reine Leinölfarbe oder Nadelholzteer). Die Schlammfarbe wird und wurde immer schon im Bereich von Stallungen verarbeitet, insbesondere in der Region Falun, wo über das Jahr betrachtet immer eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit herrscht(e). In feuchteren Regionen hat man immer mit nicht-diffusionsoffenen Farben gestrichen, damit das Holz nicht nass wird. Hierzu zählen u.a. auch Holzboote, Zaunpfähle bis hin zu Wohnhausfassaden.
Kurzum: Holz dringend vor Feuchtigkeiten schützen! Damit ist dann die Aussenfläche gemeint, wo Regen und Luftfeuchtigkeiten auf das Holz einwirken. Von innen ist das Holz immer trocken - seit Jahrhunderten hat sich daran nichts geändert.

 

 

Aufbewahrung
Je weniger Luft in der Dose ist, desto länger hält sich die Farbe. Da die meisten Streichprojekte über mehrere Tage oder Wochen gehen, ist es wichtig, dass Sie beim Öffnen der Farbdose den Deckel nicht verbiegen (z.B. durch einen spitzen/kleinen Schraubenzieher). Nach dem Wiederverschließen würde an diesen verbogenen Stellen sonst in der "streichfreien" Zeit Luft in das Gebinde gelangen, wodurch die Farbe schnell antrocknen kann.
Unser Tipp: Verwenden Sie zum Öffnen einen Farbdosenöffner.
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/wenn-die-dose-nicht-aufgeht/
Sie haben Reste einer Ölfarbe in der Dose/im Gebinde:
Falls Sie nicht den gesamten Inhalt des Gebindes verbraucht haben sollten, geben Sie gerne etwas Terpentin hinzu und setzen den Deckel sorgfältig wieder auf. Damit durch den Deckelrand keine Luft in die Dose gelangen kann, stellen Sie das geschlossene Gebinde am besten kopfüber ab. Haben Sie nach dem Streichen nur noch wenig Farbe übrig, ist also dementsprechend viel Luft in dem Gebinde, können Sie die Farbe auch gerne in ein kleineres Gefäß umfüllen, z.B. in leere Marmeladengläser oder entsprechende Metalldosen.
Wenn Sie das bereits geöffnete und gelagerte Gebinde erneut benutzen möchten, schauen Sie zunächst in die Dose. Hat sich doch eine dicke, feste Schicht auf der Farbe gebildet, nehmen Sie diese einfach heraus, geben etwas Terpentinersatz zur Farbe und rühren sie sorgfältig durch. Dann ist die Farbe bedenkenlos wiederverwendbar.
Sie haben Reste einer wasserbasierten Farbe in der Dose/im Gebinde:
Lagern Sie die wasserbasierten Farben stets frostfrei! Ist das Gebinde bereits angebrochen, verschließen Sie den Deckel sorgfältig und stellen das Gebinde kopfüber ab. Sollten Sie viel Luft in der Dose haben, füllen Sie die Restfarbe in ein kleineres Gebinde um, verschließen es gut und stellen es ebenfalls auf den Kopf.
Wenn Sie das bereits geöffnete und gelagerte Gebinde erneut benutzen möchten, lassen Sie es zunächst richtig herum gestellt ein paar Stunden ruhen. Hat sich nach dem erneuten Öffnen eine dickere Schicht Wasser an der Oberfläche abgesetzt, ist die Farbe leider nicht mehr verwendbar. Auch nicht, wenn Sie das Wasser unterrühren würden. Das untergerührte Wasser geht keine Bindung mehr mit der Farbmasse ein. Im Zweifel beobachten Sie die verrührte Masse für einige Stunden. Wenn sich am Folgetag kein Wasser abgesetzt hat, war die Farbe noch zu retten.
Ein Artikel aus unserem Journal zum Thema Farb- und Lackreste richtig lagern : https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/gewusst-wie/
Und überhaupt, wohin mit den leeren Eimern: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/haus-oder-sondermuell/

 

 

Aussenanstrich
Informationen aus (Link zu): https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/aussenholz-streichen/
Generell unterscheiden man zwischen wasserbasierenden sowie lösemittelhaltigen Farben und im Speziellen nach deren Bindemitteln. Die Wahl der richtigen Farbart und ihrer Löslichkeit bzw. Bindemittel ist immer von Bedeutung, der eigentliche Farbton zunächst weniger.
Und: wasserbasierende Farben sind fast ausnahmslos weniger ökologisch als lösemittelhaltige Farben (die im Regelfall Terpentin oder Terpentinersatz enthalten). Klingt zunächst mal verrückt und unlogisch, ist aber leider so. Zu diesem Thema beraten wir Sie jedoch gerne im Vorwege.
Auch sehr hilfreich: eine Übersicht aller Aussenfarben hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften wie z.B. Standzeit, Ergiebigkeit, Trocknungszeit, etc. finden Sie hier: Vergleich aller Aussenprodukte (PDF-Datei).
Was nützt Ihnen eine schöne, neugestrichene Fläche, wenn der Anstrich nur kurze Zeit hält, weil sich die neue Deckfarbe und der Altanstrich nicht „vertragen“? Selbst hochwertige Farbe wie unsere Schwedenfarben können abblättern, wenn die alte und die neue Farbschicht nicht zusammenpassen bzw. sich aufeinander nicht vertragen.
Streichen Sie möglichst keine Farben mit unterschiedlichen Bindemitteln übereinander, das kann problematisch werden. So ist z.B. eine acrylhaltige Farbe niemals mit einer Alkydfarbe überstreichbar. Es kann bereits nach wenigen Jahren zu Spannungsrissen kommen, weil die Farb- oder Lasurschichten unterschiedliche Elastizitäten haben.

 

 

Aussenfarbe
Generell unterscheiden wir, welche Art von Untergrund wir im Aussenbereich behandeln wollen, damit wir, rein technisch betrachten können, welche Farbart dafür denn eigentlich zuständig ist. So sind Holzfarbarten und -Lasuren sowie Imprägnierer für die Behandlung von Holzuntergründen zuständig.
https://schwedischer-farbenhandel.de/holzfarben-im-aussenbereich
Putzfarben sind dann im Bereich für Putz und Stein bzw. Mauerwerk usw. anzuwenden.
Auch gilt zu beachten, inwieweit der jeweilige Untergrund vorbehandelt oder vorgestrichen ist, damit wir die richtige Aussenfarbart ermitteln können, die darauf jeweilig auch Anhaftung findet. Zudem wichtig ist: Wie stellt sich der bereits behandelte Untergrund dar? Offensichtlich defekt oder rissig bzw. matt geworden oder noch glänzend? Porös sowie wasserdurchlässig oder noch wasserabweisend?
Im Falle der Holzbehandlung ist auch zu unterscheiden, welche Holzart verbaut wurde. So kann nicht jede Farbart auf jeder Holzart Anwendung finden. Bei manchen Holzarten scheiden einige Farbarten zur Behandlung schon einmal aus, da nicht geeignet.
Wenn das Thema „Technik“ (welche Farbart eignet sich für mein Projekt) geklärt ist, dann kommen wir zum Thema „Optik“:
Wie soll mein Anstrich aussehen? Lasur, mit erkennbarer Maserung, oder deckende Farbe, mit hoher Standzeit behaftet? Eher matt (hält grundsätzlich kürzer und ist bei hellen Farbtönen empfindlich) oder leichter bis mittlerer Glanz (teilweise sehr lange Standzeit, oftmals mit Lotus-Effekt)?
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/eine-begriffsbestimmung/
Welcher Farbton soll es sein und ist dieser zur Anwendung im Aussenbereich geeignet? Nicht alle beliebigen Farbtöne sind zur Anwendung im Aussenbereich geeignet. Je knalliger, bunter bzw. greller der Farbton, desto UV-instabiler und/oder schlecht deckender ist der Farbton:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/wenns-schoen-knallig-sein-soll/
Übersicht der spezifischen Eigenschaften unserer Aussenfarbarten:
https://schwedischer-farbenhandel.de/Datenblaetter/vergleichsliste.pdf
Warum sind Aussenfarben keine Innenfarben:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/fuer-aussen-oder-innen/
Wenn sie dazu konkrete Fragen haben, rufen sie uns gerne an oder schreiben eine kurze Email mit der Erläuterung Ihres Projektes:
https://schwedischer-farbenhandel.de/kontaktformular

 

 

Aussentemperatur
Insgesamt achtet man beim Streichen im Aussenbereich immer darauf, dass die Temperaturen moderat (generell zwischen 8° und 25°, auch nachts) und ebenso die Luftfeuchtigkeiten niedrig sind. In den Monaten Oktober bis April ist es zumeist nicht ratsam, Holz im Aussenbereich zu streichen.
Wenn morgens auf den Wiesen noch Feuchtigkeit (Tau) zu erkennen ist, dann warten sie das Abtrocknen dessen zunächst erst einmal ab und beginnen mit der jeweiligen Behandlung des Aussenholzes erst gegen 11 Uhr – und beenden dann das Ganze gegen 14.00 Uhr. So sind dann die Feuchtigkeiten der Nacht am Vormittag schon einmal weitestgehend abgezogen, zum Ende des Tages ist noch genügend Tageslicht um den Trocknungsprozess zu begünstigen und die Feuchtigkeiten der folgenden Nacht sind noch nicht eingefallen. Zu feuchte Umgebung birgt immer das Risiko, dass Farbarten im Zuge des Trocknungsprozesses nicht weiter durchtrocknen bzw. viel länger klebirg bleiben und/oder Flecken in der Farbschicht entstehen, weil die Luftfeuchte in den Trocknungsprozess einer Farbe eingreift. Diese Flecken lassen sich nur durch erneutes Überstreichen kaschieren.
Ist das Holz hingegen noch feucht und Sie beginnen mit Farbanstrichen, können Blasen entstehen.
Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie hier:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/streichen-im-fruehen-fruehjahr/
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/der-herbst-ist-da/
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/lack-schlaegt-blasen/

 

 

B

 

 

Badezimmerfarbe
Im Bereich Feuchtklima abwischfest streichen, ohne schwitzende und glänzende Latexfarbe zu verwenden? Ja, das geht.
Als Spritzschutz hinter dem Waschbecken und z.B. auch im Küchenbereich empfehlen wir die kratzfeste, säurebeständige und tuchmatte Dispersionsfarbe ÄLVA. Diese ist einfach abzuwischen und ausgesprochen oberflächenrobust. Erste Wahl für Wand, Tapete, Putz, Decke - privat oder gewerblich.

 

 

Balsamterpentin

Dieses Terpentin wird aus Nadelholzharz gewonnen und wird auch Naturterpentin oder Terpentinöl genannt. Es ist der ideale Verdünner für Naturölfarben, im Innen- als auch im Aussenbereich. Verwenden Sie Balsamterpentin, wenn Sie Leinölfarben oder pures Leinöl verarbeiten – sowohl das Holz als auch die Farbe braucht es! Gut 1000 Wirkstoffe des Harzes sind so gelöst in diesem Naturlösemittel, dienen somit nicht nur als Lösemittel sondern sind auch zeitgleich als Holzschutz zu verstehen.

 

 

Bankiraiholz
Bankirai gehört als Tropenholz zu den Edelhölzern, die im frischen, neuen Zustand zunächst erst einmal nicht aufnahmefähig sind. Hier gilt, wie bei allen Edel- bzw Harthölzern: Erst einmal aufbauen und gut anwittern lassen. Wenn das Holz dann irgendwann grau geworden ist, kann auch behandelt, gepflegt, imprägniert und gestrichen werden. Vorher nicht. 
Klar: Der Holzhändler wird sicherlich Freude daran haben, wenn er noch ein Döschen "Bankirai Holzschutzöl" mitverkaufen kann -  die MitarbeiterInnen in den Baumärkten werden von der Geschäftsleitung angehalten, Umsatz zu generieren...
Aber mal ganz im Ernst: Wenn Sie sich Gummistiefel kaufen, weil Sie damit durch das Wasser laufen wollen, dann würden Sie die Gummistiefel doch nicht zusätzlich mit Schuhcreme behandeln, oder? Weder braucht Bankirai einen sofortigen Schutz, noch nimmt es einen Anstrich im Neuzustand entgegen. Das gilt im Übrigen für eine Reihe anderer Holzarten wie u.a. sibirische Lärche, Eiche, etc.

 

 

Basis
„Auf welcher Basis ist denn ihr Altanstrich?“, werden sie gefragt?
Dann wollen wir mal übersetzen: Ist Ihr alter Anstrich auf Basis von Wasser als Lösemittel oder auf Basis von Terpentin|Terpentinersatz als Lösemittel?
Die nächste Frage ist dann zumeist: „Und welche Bindemittel sind im alten Anstrich enthalten?“. Da ist dann wichtig zu unterscheiden, ob im Produkt Acryl|Acrylat oder auch Alkyd|Öl enthalten ist, zumindest in unserer Farbbranche.
Generell richtet man sich dann mit der zum Renovierungsanstrich benötigten Farbart genau nach diesen Vorgaben, damit die neue Farbe auch auf der alten Farbe, bzw den verbleibenden Resten davon, anhaftet, sich damit „verträgt“.  Aber: In fast jedem Falle gibt es eine Farbart aus unserem Sortiment, welche sich auch für und auf unbekannten Altanstrichen eignet. Insofern, falls wir Sie fragen „Auf welcher Basis ist denn Ihr Altanstrich?“ und sie wissen es nicht – keine Angst, wir finden dennoch in den allermeisten Fällen das geeignete Produkt für Ihr Projekt!
Das hat übrigens nichts mit schwedischen Farben zu tun: Die Verträglichkeit von Farbarten übereinander ist ein generelles Thema und hängt mit der Elastizität eines Anstrichs zusammen. Es macht keinen Sinn, eine Farbe "zum Testen" auf die Oberfläche zu streichen um zu ermitteln, ob das miteinander funktioniert. Eine Unverträglichkeit macht sich teilweise erst nach 2-3 Jahren bemerkbar.

 

 

Baumarktfarbe

…führen wir nicht in unserem Sortiment! Es ist der Sammelbegriff aller Farbarten, die beratungsfrei aus dem Regal genommen werden können, jedoch nur eine sehr kurze Standzeit mitbringen bzw. durch ihre Inhaltsstoffe schlicht überteuert sind. 

 

 

Beet | Blumenbeet|Beetumrandung

Eine Beetumrandung mag, mit Anbindung an Erde und Mutterboden, gerne gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Wenn man bei ganz natürlichen Produkten bleiben möchte, so empfiehlt sich hier das Produkt Schwellenöl |Slipersolja, ein dunkles Holzteeröl, welches verrottungshemmend wirkt:
https://schwedischer-farbenhandel.de/aussenfarben/lasuren/208/schwellenoel/sleepers-oil/holzteeroel-dunkel?c=24
Siehe auch Komposthaufen|Unterkonstruktion
Auch deckende Farbanstriche sind möglich. Da verwendet man dann, mit ggfs entsprechender Grundierung im Vorwege, bestenfalls Ölfarbarten. In jedem Falle ist immer wichtig: Das Holz muss vor der jeweiligen Behandlung aufnahmefähig für Flüssigstoffe sein.

 

 

Beratung
Wir beraten Sie in jedem Falle sehr gründlich und projektorientiert. Da wir Anbieter verschiedener Farbarten diverser Produzenten und Hersteller aus Schweden sind, kleben wir nicht an dem einen oder anderen Produkt, sondern können individuell auf alle Gegebenheiten, Wünsche, Möglichkeiten etc eingehen.
Ein Farbton ist keine Farbe! Wenn Sie im Schuhgeschäft nach schwarzen Schuhen fragen, werden Sie die Frage hören, ob es Turnschuhe, Tanzschuhe, Sneaker oder Kinderschuhe sein sollen und welche Schuhgröße gemeint ist. Wir klären zunächst, welche Farbe sich für Ihr Vorhaben eignet, danach ist der Farbton dran.
Sie können uns telefonisch oder per Mail kontaktieren, Beratung vor Ort bei uns in Hamburg ist selbstverständlich auch möglich.

 

 

Bergwerke Falun
Die Geschichte vom Falunrot|Faluröd|Schwedenrot aus der schwedischen Stadt Falun finden sie hier: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/die-bergwerke-zu-falun/

 

 

Bestellung
Wie bestellen Sie bei uns und wie kommt dann die Ware zu Ihnen?
Ganz klar: Sie bestellen alles, was sie benötigen online über unser Shopsystem. Damit ist dann über den folgenden automatisierten Vorgang alles schnellstmöglichst in Bearbeitung, Verpackung und Versand. Sie wählen das Produkt, den Farbton, die Gebindegröße und die gewünschte jeweilige Anzahl und legen alles in den Warenkorb. Die Versandkosten errechnet das System automatisch anhand des Gewichts im Warenkorb. Wenn Sie alles Nötige im Warenkorb haben, gehen Sie zur Kasse. Jetzt erfassen Sie Ihre persönlichen Daten: Als Neukunde natürlich ausführlich, als bestehender Kunde mit Ihrer Emailadresse und Ihrem Passwort. Als Neukunde entscheiden Sie, ob sie ein Kundenkonto anlegen wollen oder nicht. Überprüfen Sie in jedem Falle die Richtigkeit ihrer Emailadresse.
Sie können eine von der Rechnungsanschrift abweichende Lieferadresse angeben. Wenn die Lieferanschrift im Ausland ist, so errechnet das System jetzt die Versandkosten nach dem erfassten Zielland.
Sie sehen nunmehr den Bildschirm dreigeteilt: Persönliche Daten, Zahlweise und Versand bzw. Bestellübersicht.
Wählen Sie jetzt die gewünschte Bezahlart (Vorkasse|Paypal|Klarna). Prüfen Sie Ihre Bestellung anhand der Bestellübersicht, stimmen sie mit „Häkchensetzen“ den AGB’s und der Übermittlung Ihrer Daten an den Versanddienstleister zu und schließen die Bestellung via „Zahlungspflichtig bestellen“ ab.
Informationen zum Versand|Versandkosten: https://schwedischer-farbenhandel.de/versandbedingungen
Bis ca. 50 Kg versenden wir per DHL-Paket, darüber erfolgt der Versand per Spedition. 
Innerhalb Deutschlands warten Sie ca. 1-3 Tage, bis Ihre Bestellung eintrifft. In das europäische Ausland können weitere 1-3 Tage hinzu kommen - abhängig vom Zielland und der Region. Weder können wir den genauen Tag noch die exakte Uhrzeit benennen, wann die Bestellung konkret bei Ihnen eintrifft. Wir liefern nicht persönlich aus, dieses wird bei Paketsendungen durch DHL und bei Palettensendungen durch eine Spedition ausgeführt. Für Pakete gibt es ein Sendungs-Tracking mit der Möglichkeit, das/die Paket(e) online zu verfolgen. Die Spedition meldet sich am Tag vor der Zustellung telefonisch bei Ihnen.

 

 

Betonfussboden
Siehe Estrich

 

 

Bienenbeuten

Viele Imker stehen vor der Frage, wie Bienenbeuten den maximalen Schutz erfahren können, ohne dabei gegen den geltenden Lebensmittelschutz zu verstoßen. Die Lösung: rohes entschleimtes Leinöl oder gekochtes entschleimtes Leinöl bzw. reine Leinölfarbe von Allbäck sowie der Holzimprägnierer SIOO:X!

 

 

Biofarbe

Zu unseren sogenannten Biofarben zählen:
– gekochtes Leinöl oder rohes Leinöl farblos, verdünnbar mit Balsamterpentin (klimaneutral) sowie pur einsetzbar, für den Aussenbereich entschleimt
– reine Leinölfarbe von Allbäck für innen und aussen
– Wachslasur
– Innenfarbe LINUS
– SIOO:X Holzimprägnierer
-- Nadelholzteere

Auch wenn Nadelholzteere bei stetem Dauerkontakt hautreizend sein können und die ätherischen Öle bei einigen Menschen Kopfschmerzen verursachen, so sind es reine Naturfarben - ohne Chemie, ohne Konservierungsstoffe und ohne Wasser! Es sind die ältesten Holzschutzanstriche der Menschheit.
Das schwedische Denkmalschutzamt hat unsere Leinölfarben ausdrücklich für den Einsatz auf ebensolchen Gebäuden freigegeben. Bislang sind es die einzigen Leinölfarben, die tatsächlich zu 100% die strengen schwedischen Normen für Biofarben erfüllen.

 

 

Blasen im Anstrich

Frisch gestrichen und der neue Anstrich wirft Blasen? Nein, das hat tatsächlich nichts mit der Qualität der verwendeten Farbe zu tun, sondern liegt am Holzuntergund!
Wie das zusammenhängt erklären wir hier:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/lack-schlaegt-blasen/
Siehe auch Risse im Anstrich:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/rissbildungen-in-neuen-farbschichten/

Wenn eine Tapete einreisst, liegt es dann an der Tapete? Es ist naheliegend, dass der Putz darunter einen Riss bekommen hat und die Papiertapete entsprechend mit gerissen ist.
Genau so ist es mit Holzanstrichen, speziell im Aussenbereich: Irgendwas ist im Untergrund und verursacht etwas auf der Oberfläche. 
Es gibt auch Anstriche, wo sich niemals Risse oder Blasen bilden können. Das sind Anstriche wie z.b. Schlammfarben. Sie liegen als eine recht lose Lehmschicht auf der Oberfläche, haben keine Abriebfestigkeit, lassen Feuchtigkeiten hindurch, sind dadurch auch matt und provozieren entsprechend auch Risse im Holz. Diese "offenen" Anstriche ohne einen Schutz vor Feuchtigkeiten können nie Blasen werfen, sie begünstigen nur Holzrisse.

 

 

Bläue / Blauschimmel

Konstruktiv betrachtet, hat Bläue keine nennenswerte Bedeutung, da es das Holz im Wesentlichen nur hässlich verfärbt. Zumeist entsteht diese Verfärbung in Nadelhölzern, die auf den Wetterseiten mit dünnschichtigen, wasserlöslichen Lasuren gestrichen wurden, ohne eine fungizide Vorbehandlung erfahren zu haben. Der oftmals benutzte, sogenannte „Bläueschutzgrund“ ist weder eine Grundierung noch ein echter Bläueschutz, vielmehr ein kurzfristiger Präventivanstrich, der in keinster Weise nachhaltig gegen Bläue schützt.
Dennoch: Bläue / Blauschimmel im Holz kann andere Schimmelarten anziehen!
Hemmen Sie diesen Befall durch den Einsatz von z.B. Grundieröl, was für die meisten Fassadenfarben sinnvoll ist. Ausnahme: Nicht als Voranstrich für Schlammfarben geeignet! Durch das Grundieröl wird die Aufnahme von Wasser in das Holz gehemmt. Da Wasser im Holz einen Nährboden für Mikroorganismen darstellt, wird durch das Grundieröl die Entstehung von Schimmel unterdrückt. Sonstige Bläueschutzanstriche sind unsinnig, da sie lediglich vor dem Schimmel schützen, nicht jedoch vor dem Wasser im Holz.
Und: Kann Wasser ins Holz, werden diese Biozide ohnehin wieder ausgeschwemmt, wenn das Wasser aus dem Holz austritt (z.B. bei warmem Wetter). Die bioziden Chemikalien werden dann ebenfalls ausgewaschen und der vermeintliche Bläueschutz ist dahin… Also besser die Ursache bekämpfen und Wasser erst gar nicht ins Holz hinein lassen.
Weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema finden Sie auch unter der Rubrik „Diffusionsoffen“ bzw. „Atmungsaktiv„.

 

 

Bleihaltig / Bleifrei

Seit dem Mittelalter ist Leinölfarbe ein bekannter Anstrich für u.a. Holzoberflächen. Man mischte Pigmente aus mineralischer Quelle (sogenannte Oxidpigmente) in das Leinöl.
Auf diesem Wege entstand eine deckende Farbe.
Der Farbton Weiß wurde in der damaligen Zeit durch den Zusatz von Bleioxid erzeugt. Dieser Stoff hatte eine hohe Weiße und war zudem für eine Farbe sehr gut deckend. Bis in die späten 1980er Jahre wurde Blei als Zusatz in Farben verwendet, ehe es in der EU zum Verbot kam. 
Eine Farbe hat bis heute die Zulassung beibehalten, eine homöpathische Menge an Blei in sich zu haben. Wir sprechen dann von der Schlammfarbe Falu Rödfärg. Das Pigment stammt aus dem Abraum einer stillgelegten Kupfermine, wo neben Spuren von Kupfer und weiteren Mineralien auch gelegentlich Blei nachgewiesen werden kann. Die Bleibelastung in unseren Böden, die noch von bleihaltigen Treibstoffen bis in die frühen 2000er Jahre resultiert, ist zwar deutlich höher, dennoch wird bei der Schlammfarbe immer wieder über dieses Thema diskutiert. 

 

 

Blockfest

Ist die Farbe auch blockfest?“, werden wir gelegentlich von Kunden gefragt.
Ja, vor allem bei der Anwendung von Farbe auf Fenstern und Türen von entscheidender Wichtigkeit.
Hier ein Beitrag aus unserem Journal zum Thema: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/was-bedeutet-eigentlich-blockfest/
Die richtigen Produkte zur Anwendung sind dann hier bei uns im Shop in den Unterrubriken Fenster und Tür zu finden, sowohl im Bereich der Aussen- als auch bei den Innenfarben.

 

 

Boden

Wenn Sie betretbare Flächen wie Böden, Terrassen oder Treppen streichen wollen, dann benötigen Sie Farbarten, die auch gut begeh-, benutz- und belastbar sind. Also hier Bodenfarben/-lasuren usw. (sowohl innen als auch aussen) und keine Fassadenfarben. Auch da unterscheiden wir dann zwischen besonders belastbaren Alkyd- bzw Ölfarbanstrichen oder -lasuren, reinen Holzölen oder auch Imprägnierern. Je nach Anwendungszweck und Untergrund (Holz, Estrich, Stein, innen|aussen).
Geeignete Produkte finden sie dazu in der jeweiligen Kategorie: Aussenfarben|Terrasse Boden und Innenfarben |Boden.
Hier finden Sie schon einmal einige allgemeine Informationen zum Thema aus unserem Journal:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/treppenstufen-gelaender-wangen/
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/neuer-glanz-fuer-dielen-und-parkett/
https://schwedischer-farbenhandel.de/estrich-und-linoleumboeden
https://schwedischer-farbenhandel.de/holzfussboden-streichen
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/nur-nicht-zu-viel-des-guten/
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/so-bleibt-die-holzterrasse-lange-schoen/

 

 

Bodenfarbe

Auf Böden sind Beanspruchungen anders als an Wänden oder Decken. Verwenden Sie daher nur Farben/Lasuren für Böden, die dafür auch geeignet sind. Siehe auch den obigen Punkt Boden.

Auf Holzböden eignen sich
– die beiden Bodenfarben Golvfärg oder Golvfärg V
– Reine Leinölfarbe von Allbäck
– Wachslasur von Allbäck
– Universallack 30/Universallack 90 (Lasur bzw. Klarlack)
– Holzöle wie rohes oder gekochtes Leinöl (farblos)
– Holzimprägnierer SIOO:X (für Holzterrassen im Aussenbereich)

Auf Beton/Estrich ist die Bodenfarbe Golvfärg sowie der Universallack 30/Universallack 90 geeignet – innen wie aussen.

 

 

Bodenöl

Sättigen Sie Ihren Holzfußboden mit Öl! Unsere Bodenöle hemmen die Rissbildung, sind hoch wasserabweisend und zudem extrem robust!

 

 

Bootsanleger

Im dauerhaften Nassbereich sollte mit Holzteeren gearbeitet werden. Diese ca. 1000 Jahre alten Produkte sind auch heute noch den handelsüblichen Industrieprodukten hoch überlegen. Ferner wird auf den begehbaren Flächen auch gerne der Holzimprägnierer SIOO:X eingesetzt.
Hier ein Foto eines Bootstegs, der mit SIOO:X behandelt wurde: Foto Bootsteg vorher/nachher.

 

 

Bunte Farbe

Wenn das Thema "Technik" bei einem Anstrich geklärt ist (welcher Typ Farbe eignet sich für mein Vorhaben?), folgt erst im zweiten Schritt das Thema „Hübsch“. Sie klären ja bei einem Autokauf auch zuerst, welcher Typ von Wagen der richtige ist und wählen dann im zweiten Schritt den gewünschten Farbton.
Warum aber nicht alle Farbtöne zur Anwendung im Aussenbereich geeignet sind, obwohl diese Ihnen optisch gut gefallen, lesen Sie hier:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/wenns-schoen-knallig-sein-soll/
https://schwedischer-farbenhandel.de/problematische-farbtoene-im-aussenbereich
PS. Wenn das Thema „Technik“ nicht geklärt ist und Sie Hilfe benötigen, welcher Anstrich bei Ihnen Sinn macht, kontaktieren Sie uns gerne telefonisch +49 (0)40 54 80 12 20 oder per Mail info@schwedischer-farbenhandel.de
Siehe sonst auch Aussenfarbe bzw Altanstrich

 

 

C

 

 

Carbolineum

Ein Anstrich für Holz, der seinen Ursprung im Bereich von Bahnschwellen und Telegrafenmasten hat. Hier galt es, das Holz so lange wie möglich gegen Wettereinflüsse zu schützen. Carbolineum wird aus mineralischem Öl hergestellt und enthält u.a. Benzol, was als krebserregend gilt. So gut wie seine holzschützenden Eigenschaften, so immens gefährlich ist der Anstrich! Seit den späten 1980er, frühen 1990er Jahren ist der freie Verkauf dieses Mittels untersagt. 
Wer eine Alternative sucht, die zugelassen und nicht giftig ist, landet beim Schwellenöl. Im Wesentlichen ist das Schwellenöl mit gleichen Funktionen belegt, wenngleich das enthaltene Öl aus dem Kiefernharz gewonnen wird und daher pflanzlichen Ursprungs ist. Somit nicht krebserregend oder giftig. 
Was mit Carbolineum nichts zu tun hat, sind Anstriche mit ähnlich klingenden Namen wie z.B. Carbinol, Karbolan, etc. Dabei handelt es sich um Lasuren, die in Baumärkten zu bekommen sind. Wie Sie ja vermutlich schon wissen, halten Lasuren selten länger als 2 Jahre - Carbolineum konnte 30 Jahre und länger das Holz schützen. Schwellenöl schafft es mangels seiner nicht vorhandenen Giftigkeit auf immerhin ca. 10 Jahre.

 

 

Carport

Ihr Carport soll dauerhaft geschützt oder farblich gestaltet werden?
Wenn der Anstrich möglichst lange halten soll, kann z.B. mit Silikonalkydfarbe ODEN, Emulsionsfarbe TITAN V oder mit reiner Leinölfarbe gestrichen werden. Holzteer wäre ebenfalls eine Möglichkeit. 
Achten Sie bei ganz neuem und zugleich gehobeltem Holz darauf, nicht sofort zu streichen - ganz grundsätzlich und egal, wofür Sie sich später entscheiden werden. Die Hintergründe erklären wir u.a. hier:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/aussenholz-streichen/
Es liegt nicht an unserem Sortiment bzw. an schwedischen Farben im Allgemeinen, sondern am Holz. Das Thema wurde hier schon ganz oben unter dem Punkt AAAA aufgegriffen. 

 

 

Chlor

…ist ein ideales Element zur Entfernung von Schimmel und Moosen. Ein weniger gefährliches Produkt ist unser Schimmel- und Moosentferner in der Rubrik „Verdünner und Reiniger„. Er ist zudem der Testsieger unter allen in Schweden getesteten Schimmelentfernern in 2008.

 

 

D

 

 

Dachkasten|Dachunterstand

Hier kommen diverse Farbarten ins Spiel, abhängig von Altanstrich|Holzart.
Siehe auch Dachsparren. 

 

 

Dachsparren

Wenn Dachsparren im Aussenbereich frei liegen, werden diese häufig mit Acrylat gestrichen. Besser sind hier jedoch Alkydfarben wie z.B. die Silikonalkydfarbe ODEN. Acrylate sind heutztage nicht mehr gern gesehen, da diese Anstriche auf Wasserbasis weder besonders umweltfreundlich noch besonders witterungsbeständig sind. Sollte allerdings schon in Unwissenheit ein Acrylat verwendet worden sein, kann man als Renovierungsanstrich nur wieder mit acrylhaltiger Farbe drüber streichen. In diesem Fall ist die Farbe TITAN V die Empfehlung. Einerseits verträgt sich TITAN V mit dem Voranstrich, andererseits ist TITAN V vergleichbar hart und widerstandsfähig wie eine Alkydharzfarbe namens ODEN.

 

 

Dauerschutzlasur

Dieser Begriff setzt sich aus drei Teilen zusammen, die es in der Realität nicht zusammenhängend gibt:

- Lasur - Dabei handelt es sich um einen hauchdünnen Anstrich, der im Aussenbereich nach spätestens 2 Jahren im UV-Licht der Sonne aufgebraucht ist. 
- Dauer - Passt schon nicht mehr dazu, weil eine Lasur nie von Dauer ist. Es ändert auch nichts daran, wenn es vor das Wort "Lasur" gestellt wird, es ist und bleibt eine Lasur.
Ein Auto fährt auch nicht schneller, wenn Ralleystreifen auf die Seite geklebt werden...
- Schutz - Ein Holzschutz entsteht in dem Moment, wo Wasser nicht ans Holz kommt/kommen kann. Wird Holz nass, können sich Keime im Holz vergnügen. Wenn man nun weiß, dass eine Lasur durch ihre hauchdünne Schicht sehr schnell über das UV-Licht der Sonne zersetzt wird, so gelangt nach einem intensivem Sommer bereits erste Feuchtigkeit ins Holz hinein. 

Ganz ehrlich: Wer so etwas auf seine Dose mit Lasur aufdruckt, hat entweder keine Ahnung vom Holzschutz, ist evtl. auch nur sehr clever und macht irre viel Geld mit dem Verkauf von Wasser/Terpentinersatz (in Lasuren zu über 90% der Hauptstoff)  oder versucht nur, unkundige Menschen im Baumarkt zu erleuchten.
Fazit in kurz: Es klingt wie "Dauerschutzsonnencreme mit Lichtschutzfaktor 5"...
Sie sind doch bestimmt bei uns auf der Seite gelandet, weil Sie etwas dauerhaftes für Ihr Holz suchen, oder? Lasuren sind es nicht, egal ob aus Deutschland, Schweden, Polen oder Griechenland etc

 

 

Deckanstriche
Insgesamt verstreicht man deckende Anstriche zumeist zweimal. Bei Farbtonwechsel sowieso.
Was im Innenbereich weniger kritisch ist, ist bei der Anwendung im Außenbereich von enormer Wichtigkeit. Warum streichen wir zwei Deckanstriche im Außenbereich? Nun, der erstgetätigte Anstrich liegt immer sicher auf dem Holz bzw. auf dem Haftgrund und unter dem zweiten Deckanstrich. Der zweite Deckanstrich ist derjenige, welcher von Sonne und Wetter malträtiert wird. Wir nennen ihn deswegen auch gerne „Opferanstrich“. Dieser Anstrich verbrennt im Laufe der Jahre über Sonneneinwirkung, wird also der UV-Strahlung der Sonne „geopfert“. Sonne verursacht bei uns Menschen einen Sonnenbrand über UV-Einwirkung, bei Holzanstrichen wird das Bindemittel verbrannt. Das Bindemittel ist z.B. ein Öl, Acryl, Acrylat (beides Plastik) oder Alkydharz (wird aus Naturölen hergestellt). Würden Sie nur einen Deckanstrich vornehmen, weil dieser erste Anstrich bereits deckt, kann durch Sonneneinstrahlung schon nach 1-3 Jahren die Schicht um jene My-Meter dünner geworden sein, um den Untergrund durchschimmern zu lassen.
Wenn eine Farbschicht nach 10-20 Jahren (je nach Typ Farbe) durch die Sonne weggebrannt wurde, ist immer noch die erste Schicht da. Dann wird einmal drüber gestrichen, wenn der Farbton gleich bleibt. Wechselt man hingegen den Farbton, sind es erneut zwei Farbschichten. 
Dieses ist das Prinzip bei Aussenanstrichen. Erklärt einem ja sonst niemand...

 

 

Deckender Anstrich

Ein deckender Anstrich ist eine sehr hochpigmentiert Farbe, bestenfalls mit sehr hohem Festkörperanteil (Bindemittel| Füllstoffe| Pigmente) behaftet. Bedeutet: viel qualitativ hochwertiges Pigment ist enthalten, weniger Flüssigkeit|Verdünner wie günstiges Wasser oder Terpentin|Terpentinersatz. So liegt der Festkörperanteil unserer Farbart Alkyölfarbe ODEN bei ca. 85% - die reine Leinölfarbe von Allbäck sogar bei 99,9%. Je höher der Festkörperanteil, desto weniger verdunstet in der Trocknung, umso dicker ist der Schutzfilm Eine vergleichsweise "hochwertige" deutsche Farbe ähnlicher Art besitzt einen Festkörperanteil von maximal 35% - 2/3 des Anstrichs verdunsten beim Trocknen. Damit ist, ganz salopp betrachtet, ODEN als deckende Farbart nicht nur qualitativ hochwertiger, sondern eben als deckender Anstrich auch deckender. Reine Leinölfarbe spricht hier ohnehin für sich...

 

 

Denkmalschutz

Denkmalschutz wird auch in Farben abgebildet: sogenannte moderne Farben finden hier eher selten die Zustimmung der jeweiligen Behörde bzw. des Denkmalpflegers. Leinölfarben und Holzteere hingegen sind da schon eher akzeptiert – weil diese Farben seit jeher Verwendung gefunden haben und in Ihrer Qualität , dank des Ölgehalts, besser sind. Nadelholzteer (Wikingerfarbe) existiert seit mindestens 7000 Jahren, wird seit mindestens 1000 Jahren in Europa verwendet. Reine Leinölfarbe ist seit dem Mittelalter in Benutzung, wird über die Jahre immer härter und kann teilweise nach über 100 Jahren im Aussenbereich noch "wie neu" aussehen. 

 

 

Dickschichtlasur

Genau genommen sind Dickschichtlasuren deckende Farben. Hier sind in den vergangenen Jahrzehnten einige Begrifflichkeiten vermischt und am Ende auch versemmelt worden. Eine Lasur ist ein recht transparenter Anstrich, eine sehr hoch verdünnte Farbe. Wenn Sie Vollmilch in einem Glas betrachten, ist das Glas mit etwas Weißem gefüllt, was nicht durchsichtig ist. Schütten Sie das Glas mit Milch in 10 Liter Wasser, haben Sie eine sehr transparente Milch - quasi eine Lasur aus Milch. 
Früher hat man angenommen, dass Lasuren besser und tiefer ins Holz einziehen als deckende, dicke Farbe. Das war früher bisweilen auch zutreffend, weil oftmals Leinöl in einem Anstrich gewesen ist. Leinöl penetriert sehr gut ins Holz und wenn der Anstrich auch noch so extrem dünn ist, kommt mehr Sauerstoff an das Bindemittel Leinöl und es trocknet deutlich rascher als eine deckende Leinölfarbe. 
Weil Lasuren aber schon früher nicht sonderlich lange dem Wetter stand hielten und heute um ein vielfaches weniger, wurde der einst positive Begriff "Lasur" um den Begriff "Dickschicht" ergänzt. Die dicke Schicht war eigentlich das, was man eine deckende Farbe nennt und die Langlebigkeit ausmacht. Das Wort Lasur suggeriert, es würde besser ins Holz einziehen. Im Prinzip ist eine reine Leinölfarbe eine Dickschichtlasur, ein Anstrich mit ca. 15-20 Jahren Standzeit im Aussenbereich. Wer heute im Handel eine Dickschichtlasur erwirbt, hat im Wesentlichen eine Dünnschichtlasur bekommen. Diese Begriffe sind alle nicht genormt, jeder kann auf seine Dose schreiben, was er mag, keiner kontrolliert es, der Kunde kennt sich nicht aus.

 

 

Dielen

Siehe Boden

 

 

Diffusionsoffen

Ist ein Farbanstrich diffusionsoffen (atmungsaktiv), soll er Feuchtigkeiten aus dem Holz lassen können. So wird es zumindestens in Deutschland propagiert.
Frage: wie sind die Feuchtigkeiten denn ins Holz hinein gekommen? Da man niemals feuchtes Holz streicht, kann Wasser nur durch die diffusionsoffene Farbschicht ins Holz gelangen. Keine Farbe hat eine intelligente Membran, die den Feuchtigkeitsaustausch regulieren kann. Warum das Wasser erst hinein lassen? Da das Wasser nicht durch die gesamte Holzschicht aus dem Inneren bis an die Aussenseite dringen kann, ist Feuchtigkeit immer durch die Wetterseite ins Holz gekommen, weil die Farbe diffusionsoffen ist.
Nächstes Problem bei diffusionsoffenen Farben/Lasuren:
Ist eine Holzfassade erwärmt und mit diffusionsoffener Farbe/Lasur gestrichen, dringt über Nacht Wasserdampf durch die Farbschicht ins Holz ein. Wenn es dann nicht kurzfristig wieder warm und trocken wird, bleibt die Feuchtigkeit im Holz. Es entsteht Staunässe, wodurch Schimmel begünstigt wird. Sollte es jedoch wieder warm und trocken werden, kommt das Wasser wieder aus dem Holz – und nimmt Holzinhaltstoffe mit. Das Holz laugt aus. Die Folge ist ein über die Jahre austrocknendes Holz, welches neben der Gefahr der Schimmelbildung zudem noch stark rissanfällig wird.
Auf Holzfassaden ist ein nichtdiffusionsfähiger Anstrich ratsam. Auf mineralischen Untergründen ist es umgekehrt.
Natürlich kann man eine diffusionsoffene Farbe wie z.B. Acrylat oder Emulsionsfarbe auf Holz verwenden. Da im Regelfall aber bei richtiger Grundierung das Holz bereits verdichtet wurde, spielt die Diffusionsfähigkeit einer Farbe keine Rolle mehr.
Fragen Sie bei nächster Gelegenheit einen Fachmann, warum er Ihnen eine diffusionsfähige Holzfarbe anbietet. Es ist immer die gleiche, falsche Antwort (s.o.).
Siehe auch „atmungsaktiv„.

 

 

DIY

Man muss kein Profi sein, um Farben zu verarbeiten. Alles, was ein professioneller Maler erledigen kann, kann man mit Do-It-Your-Own auch.
Die Anwendungsweisen der verschiedenen Farbarten finden Sie in der Produktbeschreibung und auch im jeweiligen Produktdatenblatt. Wenn Sie nicht wissen, welche Farbart für Sie mit Ihrem Projekt zuständig ist, dann kontaktieren Sie uns. Wir finden für Sie das richtige Produkt und helfen mit der Benennung und Erklärung aller Arbeitsschritte weiter.
Was ein professioneller Maler besser kann, ist vielschichtig. Es mag die Präzision sein, die Pinselführung oder Erfahrung mit dem Sprühsystem. Da die wenigsten Maler in Deutschland eine solide Grundausbildung im Thema "Holz und Farbe für den Aussenbereich" besitzen, welches jedoch zum komplexesten überhaupt zählt, unterstützen wir umsomehr alle Privatiers und Berufsmaler, die hier alles richtig machen wollen. "Nur mal eben Farbe drauf und das Holz ist fertig gestrichen" funktioniert leider nicht. Ok, wäre bei Lasuren der Fall. Aber sowas streicht heute kaum noch jemand, weil man um dessen Kurzlebigkeit von bestenfalls 1,5-2 Jahren weiß. Aber da erzählen wir Ihnen ja nichts neues...

 

 

Douglasie
Eine inzwischen häufig für z.B. Terrasse gekaufte Holzart. Auch hier gilt „AAAA“: aufbauen, abwarten, anwittern und aufnahmefähig werden lassen. Erst gut aufnahmefähiges Holz lässt sich behandeln!
Hier ein Beitrag aus unserem Journal zu diesem Thema: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/nur-nicht-zu-viel-des-guten/

Der Irrsinn beginnt ja zumeist dort, wo das Holz gekauft wird:
"Du musst das sofort streichen, am besten noch vor der Montage, am besten beidseitig!". Und wenn das Holz nichts aufnimmt?
Noch schlimmer wird es mit sibirischer Lärche: Einerseits ist es die am wenigsten ökologische Holzart, andererseits nimmt dieses Holz in den ersten Jahren rein gar nichts an. Verwende ich Schuhcreme für meine Gummistiefel?

 

 

Dünnschichtlasur

Lasuren sind semitransparente Anstriche, die sehr viel Holzmaserung erkennen lassen. Sie bilden einen hauchdünnen Film auf dem Holz, wodurch dann auch nur ein hauchdünner Bewitterungsschutz besteht. Daher sind s.g. „Wetterschutzlasuren“ irreführend, da sie nichts mit Wetterschutz gemeinsam haben.
Seit 2010 hat die EU die Inhaltstoffe von Farben und Lasuren sehr stark reglementiert. Seither werden überwiegend wasserlösliche Lasuren angeboten, die jedoch eher mit Tusche zu vergleichen sind. Nach spätestens 2 Jahren blättern diese ab bzw. sind durch die UV-Strahlung der Sonne runtergebrannt (verwittert) und/oder Schimmel hat sich unter diesen diffusionsoffenen Produkten gebildet. Lösemittelhaltige Lasuren sind etwas robuster, allerdings ist auch dort nach spätestens 3-5 Jahren das Ende der Standzeit erreicht.
Verwenden Sie Lasuren im Aussenbereich möglichst nur noch dort, wo mit geringer Bewitterung zu rechnen ist. Dieses wären z.B. Gartenmöbel oder überdachte Holzflächen.

 

 

Durchlüftung

Farben benötigen Licht, Luft und Wärme zum Trocknen. Begünstigen Sie dieses im Innenbereich mit sehr guter Belüftung | Stosslüftung. Gerade Ölfarbarten trocknen insgesamt länger als wasserlösliche Farbarten. Unterstützen Sie den Trocknungsprozess durch mehrmaliges Fensteröffnen am Tag, wobei wenige Minuten genügen.
Auch Tageslicht ist wichtig für die Trocknung. Im Winter im Innenbereich zu streichen ist möglich, allerdings trocknet alles langsamer durch geringeres Tageslicht. Im dunklen Keller dauert es besonders lange.
Wärme ist auch nicht zu verachten. Je kälter der Raum oder/und die Oberfläche, umso langsamer geht die Trocknung vonstatten.

 

 

Durstiges Holz

Je älter, abgewitterter, grau gewordener das Holz ist, desto aufnahmefähiger wird es. Alleinig über Wetter, Wasser und Sonne laugt unbehandeltes Holz gut aus, wird spröde, rissig und eben bedürftig für Pflege. Ebenso geschieht dieses auch unter schadhaften und porösen Altanstrichen. Wasser geht in das Holz hinein, Wasser bzw. Feuchtigkeit dunstet wieder ab.
Insofern kann es tatsächlich vorkommen, dass das Holz das verwendete Öl z.B. fast wegtrinkt, es ruckzuck im Untergrund verschwindet. Hier dann ggfs mehr Behandlungen einplanen. 
Die Ergiebigkeit von Ölen beträgt daher aus einer Spanne von "neu/frisch" bis "alt/trocken/spröde" analog 4-10qm je Liter. Die 4qm mit einem Liter Öl können sogar 2-3qm werden, weil man selber das Gefühl hat, man würde das Öl in ein Sieb kippen. Auf ganz neuem, frischem und zugleich auch gehobeltem Holz können Sie sogar mit 12qm je Liter rechnen. Dann läuft etwas falsch: Das Holz nimmt das Öl nicht auf, weil die Poren des Holzes durch das Schleifen verschlossen sind. Sie verteilen das Öl in diesem Moment lediglich auf der Oberfläche, es trocknet extrem langsam (lange klebrig, viel Staub/Schmutz/Insekten in der Oberfläche), nichts davon zieht ins Holz ein. Diese wäre dann das Gegenteil von "durstigem Holz".

 

 

E

 

 

Edelholz

Die dunklen Holzarten wie z.B. Teak, Mahagony, Ebenholz oder Merbau haben alle einen hohen Anteil an Ölen, wodurch diese von Haus aus einen sehr guten Eigenschutz mitbringen. Dennoch brauchen auch diese Hölzer mit der Zeit etwas Pflege. In diese Gruppe von Hölzern passt unser Teaköl sehr gut, da es u.a. chinesisches Holzöl enthält, was eine exzellente wasserabweisende Oberfläche gibt. Ferner sorgen die enthaltenen Pigmente für einen guten UV-Schutz, ergrautes Holz bekommt seine natürliche Farbgebung zurück. Auch das farblose chinesische Holzöl sowie Teeröl (für Aussenhölzer) und das einfache Holzöl eignet sich ausgezeichnet für diese Holzarten.

 

 

Eichenholz
Wie schon ganz oben in dieser Stichwortsuche unter „AAAA“ erklärt: aufbauen, abwarten, anwittern und aufnahmefähig werden lassen. Erst gut aufnahmefähiges, graues Eichenholz lässt sich behandeln! Eichenholz, als Hartholz, ist eine Holzart, welche eine Behandlung im neuen, frischen Zustand erst einmal nicht mitmacht - und im Aussenbereich erst recht nicht benötigt. Einerseits sind für mindestens 12 Monate austretende Gerbsäuren aus dem Holz zu erwarten, die insbesondere die für Eiche ungeeigneten Acrylfarben massiv verfärben. Andererseits verwendet man seit Jahrhunderten Eichenholz im Aussenbereich, wo ein Anstrich überhaupt nicht erwünscht wird - weil das Holz diese hohe Eigenrobustheit mitbringt. 
Streichen Sie die Eiche unter Verwendung im Aussenbereich bitte erst dann, wenn sie äußerlich nicht mehr ganz so hübsch wie im Neuzustand wirkt.

 

 

Einkomponentenfarben

Wenn ein Anstrich direkt aus der Dose verarbeitet werden kann, sprechen wir von einem 1K-Anstrich - ein Einkomponentenanstrich. Dieser besteht aus eben nur jener besagten einzelnen Komponente. Dem gegenüber stehen die s.g. Zweikomponentenanstriche, wo anfänglich zwei verschiedene Komponenten miteinander vermischt werden, ehe sie verarbeitet werden können. Dabei handelt ist sich im Regelfall um die Farbe selber sowie einem Härter. Während 1K-Produkte über einen langen Zeitraum immer wieder verwendet werden können, sind 2K-Produkte für die sofortige Verwendung gedacht und nach dem Vermischen der Komponenten nicht mehr lagerfähig.

 

 

Eisen

Auf sauberem, entfettetem Metall verstreichen Sie sehr gut die Alkyharzfarbe ODEN, was die Anwendung im Aussenbereich anbelangt. Ebenso geeignet ist die reine Leinölfarbe von Allbäck. Ein leichtes Anrauen begünstigt die Anhaftung. Achten Sie unbedingt auf eine rostfreie Oberfläche. Rost kann unter Farbanstrichen weiter blühen und zur Ablösung von Farbschichten führen. 
Wenn Sie eher wasserlösliche Farben verwenden möchten, ist die Farbe TITAN V eine Empfehlung. Beim Einsatz von wasserlöslichen Farben sollte Eisen, bzw. rostende Metalle, immer mit einem Rostgrundierer vorbehandelt worden sein. 
Im Innenbereich verwenden sie zB die Lackfarbe LACKFÄRG|EFFEKT 15LACKFARBE|EFFEKT 30 oder LACKFARBE|EFFEKT 80 oder auch hier die reine Leinölfarbe von Allbäck, dann jedoch ohne den Zusatz von Zinkweiß. 
Für Heizkörper aus Eisen oder anderen Metallen kommt noch der Heizkörperlack ELEMENTFÄRG in die Auswahl.

 

 

Eisenmennige / Bleimennige

Der Begriff Eisenmennige ist in Skandinavien (Schweden/Norwegen) ein Farbton, der dort auch Faluröd oder Järnmönja genannt wird. Bei uns ist der Begriff Ochsenblutrot oder auch Schwedenrot geläufig – im wesentlichen aber Oxidrot als Pigment, wovon sich historisch O(x)chsenblutrot abgeleitet hat. Es ist somit kein Produkt als solches. Da die Begrifflichkeit Eisenmennige in Deutschland zumeist mit einem Rostschutz in Verbindung gebracht wird, mag hier mal eine fehlerhafte Übersetzung oder der allgemeine Sprachgebrauch die Ursache gewesen sein (wie der Klebestreifen, der allgemein als Tesastreifen bezeichnet wird, selbst wenn es ein anderer Hersteller ist - oder das Wort Ochsenblutrot: Es wurde nie Blut als Färbemittel eingesetzt, der Geruch von Eisenoxid und Blut ist jedoch vergleichbar und der Farbton ebenfalls).
Um Metalle im Aussenbereich gegen Rost zu schützen, hat man schon immer Leinölfarbe eingesetzt. In früheren Zeiten war es eine längere Phase lang Leinöl mit Bleimennige (Bleioxid), sonst wurde Leinölfarbe mit Eisenmennige (Eisenoxid) benutzt. Beides ergibt dann eine rote Farbe.
Das Wort Mennige steht für ebenjenes Bleioxid, was bereits zur Zeit des römischen Reiches als Färbemittel bekannt war – also als Pigment.
Entscheidend für einen guten Rostschutz ist, dass das Metall überwiegend rostfrei sein sollte, ehe es gestrichen wird. Um zu verhindern, daß die Oxidation des Metalls unter der Farbschicht voranschreiten kann und neuen Rost verursacht, muß das Metall gegen Feuchtigkeiten abgeschlossen werden. Dieses passiert immer dann, wenn ein Farbanstrich weder Wasser enthält, noch in irgendeiner Weise diffusionsoffen ist. Beides trifft auf Leinölfarbe zu.
Umgekehrt kann man auch eine Acrylfarbe mit dem Pigment Eisenoxid versehen. Dann ist der Farbton im Sprachgebrauch ‚Eisenmennige‘. Allerdings hat man dann einen Anstrich, der rein gar nichts mit einem Rostschutz zu tun hat, weil Acrylfarben im Regelfall diffusionsoffen sind und Wasser an das Trägermaterial heran lassen bzw. im flüssigen Zustand Wasser enthalten. Rost unter der Farbschicht wäre das Resultat.
Kurzum:
Das Pigment Eisenoxid in einer Metallfarbe wird im deutschen Sprachgebrauch als Farbton „Eisenmennige“ genannt, in einer Holzfarbe heißt der Farbton dann „Ochsenblutrot“ oder „Schwedenrot“. Mennige (Eisen- oder Bleioxid) ist per se kein Rostschutz sondern nur ein Pigment, das Bindemittel (hier: Leinöl oder auch Alkydharz) macht es jedoch zu einem Rostschutz – im entsprechenden Farbton Eisenmennige/Eisenoxid/Schwedenrot/Ochsenblutrot.

 

 

Eisenvitriol

Eisen(II)sulfat, auch Eisenvitriol oder Grünsalz genannt, wird traditionell in Schlammfarben eingesetzt, um der Holzfassade einen zusätzlichen Schutz gegen Schimmel oder Moose bzw. Bläue zu geben.
Durch diese Eigenschaft ist es auch beliebt geworden im Einsatz auf moos- oder schimmelbefallenen Holz-, Dach- oder Steinflächen - sowie im Garten zur Behandlung von vermoosten Gräsern oder zur Bekämpfung der inzwischen stark verbreiteten spanischen Nacktschnecke. Ebenfalls als ein gerne gesehenes Hilfsmittel: Frisches Holz wird nach der Behandlung von Eisen(II)sulfat grau, wirkt wie abgewittert.
Eisensulfat ist ein grünlich, kristallines Produkt, welches für die Oberflächenbehandlung auf Holz oder Beton in Wasser gelöst wird.
Das Produkt Eisensulfat finden Sie hier: https://schwedischer-farbenhandel.de/aussenfarben/holzimpraegnierung/178/eisensulfat-1-kg?c=25

 

 

Elastische Farbe / Elastitizität 

Begriffe wie "Elastisch" oder "Dauerelastisch" findet man auf vielen Anstrichen in Deutschen Baumärkten. Fakt ist: Farbe war früher nie elastisch. Elastisch ist nur Plastik und Farben aus Plastik (wasserlösliche Farben, sogenannte "Acrylate" oder "Acrylfarben") gibt es erst seit den 90ern. Für viele Laien klingt "elastisch" erstmal wie ein Qualitätsmerkmal - dies stimmt jedoch nicht so ganz. Einerseits ist keine Farbe wirklich elastisch. Plastikfarbe ist eher thermoplastisch, also verändert sich abhängig von der Umgebungstemperatur. Diese "elastischen" Farben sind also im Sommer weich, teilweise auch klebrig und so gesehen wirklich elastisch. Im Winter werden diese Farben aber spröde und porös. Dauerelastisch gibt es also gar nicht. Auch ist elastisch gar nicht mal so gut, wie es sich anhört. Man hört oft das Gerücht, dass Farbe elastisch sein muss, um die Bewegung des Holzes abzufedern, das sogenannte "Arbeiten", andernfalls würde die Farbe reissen. Auch das stimmt nicht ganz. Im Idealfall verbaut und streicht man Holz so, dass es erst gar nicht arbeiten kann, dann bekommt das Holz nämlich auch keine Risse. Die großen Spannungrisse, die Holz durch das anfängliche Setzen bekommt oder auch dadurch, dass nicht richtig grundiert wurde (z.B. durch den Verzicht auf Grundieröl) kann auch eine elastische Farbe nicht ausgleichen. In diesem Fall bekommt auch eine reine Plastikfarbe Risse.

Am besten streicht man also erst, wenn sich das Holz vorher setzen konnte und verwendet eine Grundierung, die Spannungrisse unterbindet. Elastische Farben können nämlich auch Risse bekommen. Verhindern kann man dies nur, indem man richtig arbeitet. Seit Jahrhunderten wird in Skandinavien z.B. auf natürliche Öl- und Alkydfarben gesetzt. Diese sind nie elastisch und trotzdem ist das Holz optimal geschützt. 

 

 

Elch

Für viele Menschen außerhalb Schwedens das vermeintliche Wahrzeichen dieses Landes: der Elch.
Für die Schweden selber: eher ein lästiges Tier, nicht hübsch, verursacht viele Verkehrsunfälle und schädigt die Vegetation sowie zunehmend auch die Gärten in den Vororten von Städten.
Aber in Summe ein Symbol für viele Firmen, die mit einem Produkt Werbung machen, egal ob es tatsächlich aus Schweden kommt oder nicht. In Schweden selber wirbt niemand mit einem Elch. Dazu auch ein Beitrag in unserem Journal:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/typisch-schwedisch-9/ 

 

 

Emulgieren
Was ist eine Emulsion, ein emulgierendes Produkt?
Google sagt: „Unter einer Emulsion versteht man ein fein verteiltes Gemisch zweier verschiedener (normalerweise nicht mischbarer) Flüssigkeiten ohne sichtbare Entmischung. Beispiele für Emulsionen sind zahlreiche Kosmetika, Milch und Mayonnaise“.
Genauso verhält es sich auch mit Farbe! Emulgieren bedeutet hier, Wasser|Farbe mit Öl |Farbe zu vermischen, ohne dass sich die Bestandteile wieder voneinander trennen. Bei den Außenfarben sind es unsere Emulsionsfarben SOLID V und TITAN V, die hier die besten Voraussetzungen mit sich bringen, um auch auf unbekannten intakten Altanstrichen anhaften zu können.

 

 

Emulsionsfarbe

Diese Farben bestehen aus einer Mischung aus Wasser und Öl – wie z.B. die Schlammfarbe Falu Rödfärg. Früher waren Emulsionsfarben reine Fassadenfarben, ungeeignet für den Anstrich von Fenstern, Türen, Dachunterständen oder Kinderspielhäusern. Da sie überwiegend aus Wasser bestanden, waren sie sehr preiswert, allerdings nicht für jede Oberfläche geeignet und nicht besonders ergiebig.

Heutzutage hat sich dies geändert. Emulsionsfarben bestehen nun meist aus Wasser, Alkydharz und Acrylat. Nachdem die reinen Plastikfarben (Acrylate) aufgrund ihrer schlechten Qualität verschwanden, hat man Folgeprodukte gebraucht, die qualtitativ mit den guten lösemittelhaltigen Fassadenfarben (Alkydfarben) mithalten können, jedoch gleichzeitig über alte plastikbasierte Anstriche gestrichen werden können. Emulsionsfarben wie SOLID V oder TITAN V zählen seither zu den hochwertigsten Farben auf dem schwedischen Markt. Durch die Emulsion verschiedener Bindemittel, wie Polyurethanacrylat und Urthanalkyd, konnte man die Vorteile von wasserlöslichen und lösemittelhaltigen Farben kombinieren.

Heutzutage sind diese Emulsionsfarben die modernsten und universellsten Anstricharten und kommen mit (fast) jedem Untergrund und jeder Witterung klar. Dies hängt letztlich auch mit der Weiterentwicklung der Bindemittel in Farben zusammen. Inhaltsstoffe wie Polyurethanacrylat sind moderne Hochleistungsbindemittel, die überall auf der Welt für ihre Widerstandfähigkeit geschätzt werden.

 

 

Estrich

Sie haben Beton- oder Estrichfussboden im Werkzeug-/Keller-/Garagenraum welchen Sie streichen wollen? Wenn ein deckender Anstrich erfolgen soll, dann kommt die Bodenfarbe GOLVFÄRG|DIMENSION ins Spiel. Lasierend, leicht pigmentiert, oder als Klarlack dann der UNIVERSALLACK 30 (seidenmatt) oder 90 (glänzend).

 

 

F

 

 

Färg

Ist das schwedische Wort für Farbe. Im Dänischen im Übrigen "Farv(e)" oder im Norwegischen "Farg(e)". So bedeutet das schwedische Wort "Rödfärg" nichts weiter als "rote Farbe", denn "röd" ist gleich "rot". Weil es normalerweise getrennt geschrieben werden müsste (röd färg) und die unten stehende Schlammfarbe Falu Rödfärg die zusammengeschriebene Version im Namen hat, wird hier oft etwas verwechselt. 

 

 

Falu Rödfärg

Es ist der Klassiker unter den Schlammfarben und blickt auf eine 400jährige Geschichte zurück und ist neben den Holzteeren und der reinen Leinölfarbe eine der ältesten Farben aus unserem Sortiment.

Achtung: Schlammfarben wie u.a. Falu Rödfärg eignen sich nur für sägeraues, unbehandeltes (oder bereits mit Schlammfarbe gestrichenes) Kiefer- oder Fichtenholz. Sollten Sie behandeltes oder/und gehobeltes Holz haben, verwenden Sie eine andere Farbe aus unserem Sortiment (z.B. Leinölfarbe, Silikonalkydfarbe oder Emulsionsfarbe), sofern Sie eine Holzfassade streichen möchten.

 

 

Farbart

Wir unterscheiden Farben auf Basis ihrer späteren Verwendung (Wand, Decke, Boden, Innen, Aussen - für Holz, Metall oder Putz), dann auf Basis ihrer Zusammensetzung (Bindemittel: Acryl, Acrylat, Öl, Alkydharz, etc.) und in Teilbereichen auch nach ihrer Löslichkeit. Wenn wir von Farbart sprechen, ist nicht der Farbton gemeint (s.u.: Farbton). Ein Autolack ist eine Farbart. Ein Autolack eignet sich aber nicht für den Anstrich einer Tapete oder einen Weidezaun, nur weil das Wort Lack darin vorkommt oder der Farton so hübsch ist. Hier mal ein hilfreicher Link zu diesem Thema, warum man Farbarten für den Innenbereich nicht im Aussenbereich benutzt - und umgekehrt:
https://schwedischer-farbenhandel.de/holzfarben-im-aussenbereich

 

 

Farbdose

Dose geht nicht auf: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/wenn-die-dose-nicht-aufgeht/
Das passiert schon mal mit Blechdosen, wo Farbe enthalten ist - wie auch bei Einmachgläsern oder Konservengläsern, wo sich durch das warme Abfüllen der Ware beim späteren Abkühlen ein Unterdruck im Glas gebildet hat.
Restliche Farbe in ein kleineres Gefäß abfüllen. Gute Idee, dann trocknet die restlich Farbe durch den höheren Luftanteil nicht ein. Aber bitte keine wasserbasierende Farbe in eine Dose abfüllen, die keine Innenbeschichtung hat. Dann fängt das Blech nach kurzer Zeit an zu rosten. Lösemittel wie z.B. Terpentinersatz können wiederum bestimmte Kunststoffe angreifen, daher bitte keine Farben mit diesen Lösemitteln in Kunststoffdosen oder -flaschen aufbewahren. Glas geht im Übrigen immer. Alle abgefüllten Gebinde immer schön voll machen und auf dem Kopf stehend lagern.

 

 

Farbe

Unter Farbe versteht man im Allgemeinen einen deckenden Anstrich, der durch einen hohen Pigmentanteil ein einheitliches Farbbild auf einer gestrichenen Oberfläche erzeugt und den Untergrund nicht mehr erkennbar lässt. Reduziert man das Pigment bzw. verdünnt oder verflüssigt man eine Farbe, entsteht eine Lasur, die im Falle von Holz den ursprünglichen Farbton des Holzes noch erkennen lässt – vergleichbar mit Tusche. 
Anders gesagt: Gibt man einen Esslöffel deckende Farbe in einen Liter Lösemittel (Wasser oder Terpentinersatz), haben Sie eine Lasur. Das Lösemittel verdunstet beim Trocknen des Anstrichs, es bleibt der ursprüngliche Esslöffel an fester Masse auf dem Holz. Viel ist das nicht... Daher lasiert man auch keine Autos, weil das Blech geschützt werden soll.
Ja: Die Maserung ist bei Lasuren erkennbar, aber der Holzschutz entsprechend sehr kurz.
Wenn es um den richtigen Schutz von Aussenhölzern geht, ist Farbe einer Lasur immer vorzuziehen. Schauen Sie hierzu auch unter Holzschutz.

Was ist Farbe sonst noch? Anders erklärt ist Farbe sowas ähnliches wie ein Auto. Das Auto kann z.B. ein roter VW Golf sein. Wir nehmen diesen roten Golf als Auto wahr. Es gibt aber noch andere Farbtöne für den VW Golf, es gibt noch andere PKW's in rot, die nicht ein VW Golf sind. Eine Farbe ist daher etwas, was aus zwei Dingen besteht: 
Der Typ / die Farbart und der Farbton. Werden wir gefragt, ob wir rote Farbe haben, fehlt der zweite Teil der Frage zum Farbtyp. Fragt man den Autohändler, ob er ein rotes Auto hat, fehlt der zweite Teil der Frage zum PKW-Typ. 
Eine Farbart / ein Farbtyp teilt sich z.B. nach Innen- und Aussenfarbe, nach Wand-, Decken- oder Bodenfarbe, nach Holz-, Metall- oder Putzfarbe. Eine Tapetenfarbe eignet sich ebenso wenig für einen Fussboden wie ein VW Golf für eine 7-köpfige Familie. 

 

 

Farbmuster | Farbtonmuster

Wir mischen für die meisten Farbarten, neben den angezeigten Standardfarbtönen, rund 60.000 weitere Farbtöne an. Für die Standardfarbtöne haben wir Farbmusterkarten im Shop auf unserer Internetseite hinterlegt, die dort bestellt werden können. Fast alle Muster sind per Hand im A7-Format gestrichen, mit echter Farbe im Originalfarbton - kein Offset-Druck! Verlassen Sie sich also bitte nicht allein auf Ihren Monitor bzw. auf das Display, da Farbtöne dort zumeist anders wirken.
Noch mehr Informationen zu möglichen Farbtönen und der Einsendung von eigenen Farbmustern finden Sie hier: Farbton.

 

 

Farbton

Ein Farbton entsteht durch die Wahrnehmung des eigenen Auges. Dabei sind die Farbtöne Rot, Gelb, Grün, Blau, Lila, Türkis, etc. nicht zwingend bei jedem Menschen gleich in der Wahrnehmung. Eine unbekannte Menge an Menschen besitzt z.B. eine sogenannte Rot-Grün-Schwäche. Dieser Personenkreis kann den Farbton Rot oder den Farbton Grün mehr oder weniger gut erkennen, jedoch unter Schwierigkeiten, wenn beide Farbtöne nebeneinander sind. 
Farbe entsteht aus einer Wellenlänge. Das sichtbare Spektrum, welches wir Menschen als Licht bezeichnen, liegt im Bereich von 400 bis 780 Nanometern, zwischen violett und rot. 
Farbe kann entweder als direktes Licht oder durch Reflektion erkannt werden. Eine rote Glühbirne leuchtet einen in diesem roten Farbton an während ein rotes Auto erst rot wird, wenn Licht darauf fällt. In der Dunkelheit ist das rot lackierte Auto dann eher schwarz, während die rote Glühbirne immer noch rot leuchtet und als rot wahrgenommen wird. Damit sollte der Unterschied zwischen direktem und indirektem Licht, zwischen Leuchtquelle und Reflektionsfläche klar sein. 
Ein Monitor ist eine Leuchtquelle und strahlt Licht ab. Je nach Einstellung des Monitors/Displays, sieht ein Farbton dann heller, dunkler, kräftiger oder blasser aus. Der Betrachtungswinkel zum Monitor beeinflusst die Wahrnehmung des Farbtons zusätzlich, ebenso einstrahlendes Licht.
Eine Reflektionsfläche muss hingegen erst ein ein strahlendes Licht bekommen, ehe ein Farbton erkennbar wird. Dieser Farbton ist dann stark abhängig von der Lichtquelle, von der Wellenlänge (rotes, gelbes, grünes oder blaues Licht hat unterschiedliche Wellenlängen) und von der Lichtwärme (weißes Licht hat unterschiedliche Lichtwärmen, gemessen in Kelvin, spätestens durch neue LED-Lichterketten bekannter geworden). 
Kurzum: Ein Farbton am Monitor/Display ist grundsätzlich nie so verbindlich wie dieser auf einer Oberfläche durch einfallendes Licht wahrgenommen wird. Selbst der beste und ganz frisch kalibrierte Monitor kann es nicht simulieren, wie eine Hausfassade unterschiedlich wirken kann, wenn das Sonnenlicht morgens, mittags oder abends darauf scheint. Ein Farbton am Monitor ist daher immer nur ein Anhaltspunkt.

Wir mischen für die meisten Farbarten rund 60.000 Farbtöne an. Da sind dann unsere eigenen dabei, sozusagen „beliebte Farbtöne in Skandinavien“. Weil, wie oben erklärt, kein Farbton am Monitor zu 100% mit einer Reflektionsfläche (z.B. Fassade) zu vergleichen ist, empfehlen wir immer eine Farbmusterbestellung im Vorwege, bevor man die eigentliche Farbart im gewünschten Farbton bestellt. Alle Muster sind hier per Hand im A7-Format gestrichen, mit echter Farbe im Originalfarbton! Verlassen Sie sich also bitte nicht allein auf Ihren Monitor bzw. auf das Display.
Ebenso mischen wir auch für die meisten der offerierten Farbarten nach allgemeingültigen Farbskalen an, so zB nach RAL oder NCS (aus dem skandinavischen Bereich: Natural Colour System). Farbtöne nach diesen Farbskalen können Sie dann über das jeweilige Produkt im sogenannten „Wunschfarbton“ bestellen. Im dazugehörigen Kommentarfeld geben Sie dann Ihren gewünschten Farbton an.
In unseren Mischsystemen sind auch diverse Hersteller mit Ihren Farbtönen hinterlegt, die angemischt werden können. Wenn Sie da z.B. einen Farbcode haben, so wählen Sie das gewünschte Produkt im sogenannten „Wunschfarbton“, wie zuvor beschrieben, und notieren im Kommentarfeld den Farbton inklusive des entsprechenden Herstellers. Da nicht alle weltweiten Hersteller mit allen möglichen Farbtönen hinterlegt sind, kann es ggfs hilfreich sein, den Farbton zuvor bei uns per (ausschliesslich) Mail zu erfragen. Zu guter Letzt können wir auch eingesendete Muster auslesen. Voraussetzung hier: es muss deckend gestrichen oder eine Farbkarte sein UND es muss eine bereits abgeschlossene Shop-Bestellung inklusive dazugehöriger Bestellnummer mit notiert/eingesendet werden. Lose Muster ohne zuvorige Bestellung können leider nicht „auf Verdacht“ ausgelesen werden, das würde den Rahmen der Machbarkeit sprengen.
Für einige Farbarten sind keine frei wählbaren Farbtöne anmischbar, da fix ab Werk. So zB bei den Produkten des Herstellers ALLBÄCK aus Ystad. Hier sind die Pigmente rein natürlichen Ursprungs, damit sind die Farbtöne für die Produkte festgelegt. Farbmuster dazu können Sie aber ebenso bestellen, so z.B für die reine Leinölfarbe und LINUS-Wandfarbe.
Journalbeitrag „Gibt’s eigentlich auch Schwedenblau?“: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/typisch-schwedisch-11/
Journalbeitrag „Haben Sie rote Farbe?“: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/in-eigener-sache-3/

 

 

Fensterfarbe

Fenster, Türen, Zargen und Simse sind maßhaltige Elemente. Hier verwenden die Skandinavier bevorzugt Leinölfarben oder Silikonalkydfarben – also Alkydfarben. Diese sind nicht diffusionsoffen, weswegen Wasser nicht in das Holz einziehen kann. Verzieht sich das Fenster oder die Tür, weil das Holz feucht werden kann, schließt es nicht mehr richtig, ferner wird Farbe durch aufquellendes Holz rissig. Bitte niemals maßhaltiges Holz diffusionsoffen streichen! Wechseln Sie den Farbenanbieter, wenn Ihnen sowas aufgeschwatzt wird.
Wer irrtümlich schon mit „atmungsaktiver“/“diffusionsoffener“ sowie acrylhaltiger Farbe oder Lasur auf Fenstern und Türen im Aussenbereich gestrichen hat, kann jetzt zumindest mit der Tür- und Fensterfarbe Fönsterfärg V drüber streichen. Diese Polyurethanacrylfarbe hat eine enorme Blockfestigkeit und verträgt sich mit acrylhaltigen Voranstrichen (Öl- und Alkydfarben eher nicht).
Siehe auch Türen&Fenster.

 

 

Festkörperanteil

Ein Anstrich für Holz, Metall oder auch Putz wird oft anhand seiner Festkörperstoffe bewertet. Je höher der Festkörperanteil, desto dicker ist die Schicht, desto höher die Widerstandfähigkeit und im Aussenbereich die Bewitterungsresistenz. Wer sich damit noch nie auseinander gesetzt hat, hier ein kleines Beispiel zum Verständnis:
Die reine Leinölfarbe von Allbäck besteht aus Leinöl und Naturpigment. Es ist weder Wasser noch ein anderes Lösemittel wie Terpentin/Terpentinersatz enthalten. Wenn diese Farbe verstrichen wird, verdunstet auch fast nichts, es bleiben ca. 99,9% der Masse auf der Oberfläche.
Die Silikonalkydfarbe ODEN enthält ca. 85% Festkörperanteil, es verdunstet eine geringe Menge an Terpentinersatz. Beim Trocknen gehen daher etwa 7% von der Ursprungsmasse verloren.
Eine hochwertige Farbe aus deutscher Produktion hat im Idealfall 35% Festkörperanteil, wird dann auch gerne High Solid genannt. Von ursprünglich 100% Farbe in der Dose gehen nach dem Streichen&Trocknen 2/3 verloren, es bleibt nur noch 1/3 der Farbe auf der Oberfläche.
Eine Lasur ist sehr dünn, Sie ahnen schon, was jetzt kommt: Der Festkörperanteil bei einer Lasur beträgt teilweise nur 10%, Baumarktlasuren sind auch mit 5% im Angebot. Der Anstrich ist dann schön transparent, man sieht bei Holzanstrichen die Maserung. Aber 90-95% von 100% Lasur gehen beim Trocknen verloren. Teuer Spaß, da kaum Festkörper beinhaltend und weil der Anstrich so dünn ist, von sehr kurzer Standzeit/Haltbarkeit. 

Umgekehrt erläutert, würde ich mit einem Liter reiner Leinölfarbe, die ich in mindestens 10 Liter Terpentinersatz kippe, eine Lasur erzeugen (für eine Baumarktlasur sind es 15 Liter Terpentinersatz). Warum schützen wir unser Holz nicht mit Farbe inkl. hohem Festkörperanteil, wie wir es auch bei unseren Autos machen? Ich habe noch nie ein lasiertes Auto in Deutschland gesehen. Ist auch logisch: Die Lasur wäre nach der 10. Waschanlagenfahrt auf der Motorhaube abgewaschen und das Blech würde rosten. 

Festkörper in Anstrichen sind u.a. das Bindemittel, Pigmente und andere Füllstoffe. Im Prinzip alles, was nach der Trocknung verbleibt.
Siehe auch Deckender Anstrich

 

 

Feuchtigkeit vs. Restfeuchtigkeit

Hier unterscheiden wir zwischen Umgebungsfeuchtigkeit im Außenbereich und der Restfeuchtigkeit im Holz.
Insgesamt streichen Sie nicht bei hohen Luftfeuchtigkeiten. Bei Regen oder Schlechtwetterlage sowieso nicht. Farben benötigen moderate Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeiten, um einen vernünftigen Trocknungsprozess haben zu können. Feuchtigkeiten im Holz wollen irgendwann wieder heraus und würden am Anstrich "drücken" (Blasenbildung), Feuchtigkeiten von Aussen auf dem Anstrich hemmen die Trocknung, verursachen bisweilen sogar Flecken während des Trocknungsprozesses, die nur durch Überstreichen verschwinden.
Ebenso wird auch Licht benötigt, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Wenn Sie also morgens am Tag des Streichens noch Tau auf den Wiesen sehen, dann ist die Luftfeuchtigkeit der Nacht sehr hoch gewesen. Insofern beginnen Sie nicht frühmorgens schon mit der Behandlung, sondern warten ab, bis die Feuchtigkeiten abgetrocknet sind. Wählen Sie an solchen Tagen ein kleines Zeitfenster zwischen 11 und 14 Uhr für das Streichen. Dann sind die morgendlichen Feuchtigkeiten schon abgezogen, die der kommenden Nacht noch nicht eingefallen und zum Ende des Tages ist auch noch genügend Licht vorhanden, um den Trocknungsprozess zu unterstützen.
Sie schauen selbstverständlich auch darauf, dass Sie sich in einer zum Streichen im Aussenbereich guten Jahreszeit befinden. So z.B. zwischen April und Oktober, wenn die Temperaturen (oberhalb der +8°-Grenze, auch nachts) und das Wetter auch mitspielt.
Eine optimale Restfeuchtigkeit im Holz sollte, wenn dieses behandelt werden wird, zwischen 10% und 15% liegen. Zu feuchtes Holz ist nicht aufnahmefähig für u.a. Grundierer. Zu viel Wasser im Holz mit anschliessendem Deckanstrich kann zum Faulen und Modern führen, Blasenbildung ist auch nicht ausgeschlossen. Zu trockenes, ausgelaugtes Holz kann ggfs etwas mehr Pflege an Durchgängen erfordern, als neues, frisches Holz. Das gilt auch bei dem Auftragen von Grundieröl. Sehr bedürftiges Holz benötigt evtl zwei Arbeitsgänge mit der Behandlung, währendessen normalneues holz mit einem Arbeitsgang auskommt. Dann hat das Holz z.B. eine Restfeuchte von weniger als 10%.

 

 

Fichte | Weichholz

Fichtenholz gilt als eine der gängigsten Holzarten in Deutschland und vielen anderen Ländern. Die Fichte wächst sehr schnell, kann somit relativ rasch als Bauholz geerntet werden. Wenn Holz durch klimatische Bedingungen einen schnelleren Wuchs, wird es zumeist auch weicher. Bei vielen Holzarten erkennt man diesen Umstand auch an der Sichtbarkeit der Jahresringe:
Je schneller der Wuchs, desto weiter liegen die Jahresringe erkennbar auseinander. Bei einer nordischen oder gar polaren Fichte sind diese Jahresringe extrem dicht beieinander, der Baumstamm hat evtl. 30 Jahresringe (30 Jahre alt), jedoch kaum Umfang. Eine Fichte aus Brasilien hat bei gleichem Umfang evtl. nur 2-3 Jahresringe, ist jedoch durch die Wärme bedeutend schneller gewachsen. Bedeutet, dass die brasilianische Fichte weich wie Gummi ist, während die polare Fichte eine enorme Härte besitzt. 
Ganz oft geht auch die Widerstandsfähigkeit des Holz mit der Holzdichte einher. Eine sehr weiche Fichte ist evtl. als Basis für Leimbinder geeignet, eine harte Fichte kann im Aussenbereich für Holzkonstruktionen benutzt werden. 
Fichtenholz für die Fassaden von Wohn- und Gartenhäusern ist ideal, wenn das Holz später einen Farbanstrich bekommen soll. In Skandinavien wird sehr viel Fichte zu diesem Zweck eingesetzt. Es macht wenig Sinn, ein sehr hartes Holz, wie z.B. sibirische Lärche, für die Fassade zu benutzen, wenn danach eine Farbe folgen soll. Sibirische Lärche ist so hart, dass dieses Holz für 10-15 Jahre und länger problemlos ungestrichen bleiben kann - und unter keinen Umständen sofort einen Anstrich erhalten darf!

 

 

Fliesenschild | Fliesenspiegel

Es ist sehr üblich, dass hinter der Kochstelle in der Küche ein sogenanntes Fliesenschild an der Wand ist. Damit ist eine geflieste Fläche gemeint, die u.a. Fettspritzer beim Braten abwischbar machen lässt. Wer Fliesen nicht mag, verwendet evtl. auch eine Metallwand, was aber eher nach einer Gastro-Küche aussieht und nicht jedem gefällt. Wer hingegen etwas buntes sucht oder Fliesen doof findet, Metall zu kalt, der kann z.B. unsere Keramikfarbe ÄLVA verwenden. In der Farbe ÄLVA sind mikroskopisch kleine Keramikteilchen enthlten, die der Farbe nach der Trocknung und Aushärtung eine enorme Resistenz verleihen. Einerseits wird die Farbe extrem kratzfest, andererseits scheitern Haushaltssäuren am Eindringen in die Farbschicht. Flecken durch Öl, Fett sowie Kaffee, Tee, Rotwein oder Tomate lassen sich rückstandslos abwischen - dabei ist ÄLVA matt und nicht speckig-glänzend wie Latexfarbe. Und was als Fliesenschild funktioniert, ist im Badezimmer, in der Waschküche bis hin zu öffentlichen Bereichen wie Badeanstalten, Tolietten oder Warteräume ebenso wie bei gewerblicher Nutzung in Werkstätten, Hotels und Büros kein Problem. 

 

 

Flupis | Füllmaterial

Ein Zettelchen mit den Informationen zu unserem Füllmaterial sollte Ihrer Bestellung beiliegen. Nicht gefunden oder verloren gegangen|entsorgt? Das steht drauf: „Diese Waren wurde mit neu entwickelten Füllkörpern aus umweltschonendem Papierschaum verpackt. PSP-Papierschaum wird aus Altpapier und Stärke, also auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen, nur mit Wasserdampf umweltschonend hergestellt. Papierschaum als Recyclingprodukt baut sich unter Einfluss von Wasser sehr schnell ab und wird zu Humus. Die Entsorgung kann über Kompost|Biotonne und auch zusammen mit dem Umkarton im Altpapiercontainer erfolgen“.

 

 

Frost

Keine Farbe wird bei kalten Temperaturen gestrichen, weder bei Holz noch bei Putz/Beton! Hier gilt: nicht unter der 8°-Grenze (auch nachts!). Betrifft Indoor und Outdoor.
Viele Farbarten vertragen keine kalten Temperaturen und keinen Frost, weder bei der Lagerung noch beim Transport. Lagern sie wasserbasierende Farben stets frostfrei. Auch wir versenden keine Waren, welche frostfrei gehändelt werden müssen, wenn kalte Temperaturen herrschen (sowohl am Ort des Versenders/bei uns, als auch beim Empfänger oder auf dem Transportweg dahin).
Farben ohne Wasseranteil sind hingegen fast immer unempfindlich gegenüber "normalem" Frost. So können unsere ölbasierenden Farben wie die Silikonalkydfarbe ODEN als auch die reine Leinölfarbe von Allbäck durchaus mal Temperaturen von deutlich unter 0°C ab. Aber auch diese Farbarten dürfen unter keinen Umstämnden bei Frost verarbeitet werden. Bei Frost stellt sich die Trocknung ein, ein Anstrich bleibt ewig lange klebrig, alles mögliche kann daran haften bleiben, Folgeanstriche werden erst nach der vollständigen Aushärtung machbar. Frost ist fast ebenso ungünstig wie hohe Luftfeuchtigkeit - in Kombination natürlich eine Katastrophe...

 

 

Fungizide / Algizide

Siehe auch „Algizide„.

 

 

Fußboden streichen

Mangels geeigneter Produkte und dem nötigen Know-How werden in Deutschland Holz- und Estrichböden nur sehr ungerne mit Farbe gestrichen. In Skandinavien hingegen ist es das normalste der Welt. Vier Dinge gilt es zu beachten:

1. Welche Holzart soll gestrichen werden? Holz ist nicht gleich Holz. Gerade stark belastete Flächen wie Böden verlangen ein Produkt, welches zur Holzart passt. Diese Frage ist besonders dann wichtig, wenn sich kein Anstrich auf dem Holz/Laminat/Parkett befindet.
2. Unbehandeltes Holz nach Produktbeschreibung grundieren, unbehandelter Estrich ebenfalls nach Datenblattbeschreibung grundieren.
3. Einkomponentenbodenfarben trocknen sehr langsam. Ein solches Projekt kann, ungeachtet der Flächengröße, bis zu 3 Wochen dauern!
4. Bei bestehendem und intaktem Altanstrich kann direkt drüber gestrichen werden. Die Wahl der richtigen Farbart steht dann jedoch in Abhängigkeit zu den Inhaltstoffen des Altanstrichs. Hier helfen wir im Vorwege gerne.

Sollten Sie Buchenholz auf dem Boden ausgelegt haben, haben Sie das schwierigste Holz für einen Farbanstrich: oberflächlich sehr fest, wodurch Farben/Grundierer schlecht einziehen. Innerlich hingegen sehr elastisch, was bei Trittbelastung zur Deformation des Holzes und in Folge dessen zur Rissbildung in der Farbschicht führen kann. Hier sind die Vorarbeiten von größter Wichtigkeit.

 

 

G

 

 

Gartenhaus

Wer sich heute ein Gartenhaus "von der Stange" - also als Bausatz - kauft, bekommt dieses zumeist eingeschweißt auf einer Palette an die Bordsteinkante geliefert. Solche Holzbausätze stammen in der Regel aus dem Baltikum, aus Estland, Lettland und gelegentlich aus Littauen. Das Holz mag durchaus aus Skandinavien stammen, wird aber in diesen Ländern mit ihren vielen Sägewerken für den europäischen Markt vorbereitet. In diesen Sägewerken werden die Holzelemente, die als Bohlen, Balken oder Latten zu uns kommen, extrem glatt gehobelt. Man erkennt es auch am Glanz, den die Holzoberflächen haben. 
Durch das Hobeln hat das Holz eine enorme Oberflächenhitze erfahren, die Poren haben sich geschlossen, der Glanz entsteht, das Holz ist förmlich dicht. Jeder Flüssigstoff perlt ab, beginnend mit Regen und allgemeiner Luftfeuchte über Öle, Lasuren, Imprägnierer, Grundierer und Farbe ohnehin. Leider steht in der Aufbauanleitung, man solle das Holz sofort mit "irgendwas" behandeln, weil es sonst sofort vergammeln könnte. Aus Angst bestellen einige Ihre Gartenhäuser oder Carports sogar mit einer werkseitigen Vorbehandlung. Wenn das Holz aber dicht ist, nichts annimmt: 
Warum muss man dann überhaupt etwas verstreichen? Wogegen will man das Holz schützen? 

Oft wird vom Bläueschutz gesprochen, weil der Nachbar das auch benutzt hat und es "wohl helfen" soll. Manche greifen zu "Imprägnierern" oder "Holzschutzgrund". Fragen wir nach, was genau benutzt wurde, weiß aber keiner, was er/sie da bekommen und verarbeitet hat. Und das gehobelte Holz nimmt ja auch nichts an, man verteilt diese Anstriche nur auf der Oberfläche, dort trocknen sie - aber ohne Verbindung zum Holz. 
Bläue ist ein Pilz, der das Holz verfärbt, und zwar in bläulich-schwarz. Mehr macht der Pilz aber nicht. Das Holz wird nicht zersetzt, nur unhübsch. Ferner muss es feucht-warm sein, damit dieser Pilz gedeiht - quasi tropisch. Das haben wir sehr selten in Mitteleuropa. Wer trotzdem diesen Bläueschutz auf sein neues Gartenholzhaus streicht, weil der Verkäufer im Baumarkt das so gesagt hat, verteilt eine wässrige Lösung aus 99% Wasser oder Terpentinersatz auf dem Holz. Davon verdunsten jene 99% wieder. Die restlichen 1% sind Chemikalien gegen den Pilz, der vermutlich eh nicht auftaucht (weil das Holz Wasser abperlen lässt und den Nährboden für Pilze nicht besitzt). Von diesem 1% Chemikalien werden mit dem nächsten Regenguss ca. 50% abgespült - ist ja nichts ins Holz eingezogen.

Holzschäden entstehen immer dann, wenn Holz mittel- bis langfristig immer wieder nass wird. Sehr glattes Holz, an dem der Regen abperlt, wird nicht nass. Ohne Nässe, kein Nährboden für Pilze/Keime, die dem Holz zusetzen können. Man verwendet ja auch keinen Regenschirm, wenn die Sonne scheint - nur weil es schon mal geregnet hat. 

Wenn Sie bei Ihrem neuen Gartenhaus alles richtig machen wollen, dann wählen Sie AAAA (siehe ganz oben):
1. Erst aufbauen (ungestrichen)
2. Jetzt abwarten (ungestrichen, mind. 6-8 Wochen, gerne länger)
3. Weiter anwittern lassen (Sonne und Luftfeuchtigkeit im Wechsel öffnen die Holzporen mit der Zeit)
4. Die Aufnahmefähigkeit des Holz abwarten. Holz ist keine Tapete, wo man etwas drauf rollt und kein Metall, welches beschichtet wird. Holz ist wie menschliche Haut und nimmt etwas auf. Nimmt das Holz nichts an, kleben Sie einfach Tesafilm auf das Holz - das kommt auf's Gleiche hinaus. 

 

 

Gartenlaube

Siehe Gartenhaus

 

 

Gartenpavillon

Siehe Gartenhaus

 

 

Gartenmöbel

Für Möbel im Aussenbereich können Sie Lacke oder Öle bzw. Silikonalkydfarben verwenden. Reine Leinölfarbe ist ebenfalls geeignet, wenngleich ein etwas höherer Pflegeaufwand bei solchen Naturprodukten im Aussenbereich besteht (Naturfarben enthalten keine Biozide und können im Aussenbereich schneller Mikroorganismen annehmen, vermoosen somit rascher).

 

 

Gehobeltes Holz

Siehe glattes Holz

 

 

Gilben

Weiße Ölfarbe gilbt im Innenbereich dort, wo wenig Licht hinkommt. Das Gilben kann durch eine geringe Menge schwarzer oder grauer Ölfarbe unterdrückt werden, was jedoch zu Lasten des reinen Weiß geht. Vergilbte Flächen werden übrigens wieder weisser, wenn reines Tageslicht darauf fällt. Nicht sofort, aber nach geraumer Zeit.

 

 

Glanzgrad

Farben können Glanzgrade zwischen stumpfmatt bzw. tuchmatt bis hochglänzend haben. Um es dem Laien als auch dem Profi etwas leichter zu machen, verwenden die Skandinavier gerne eine Scala von 0 bis 100, um einen Glanzgrad zu beschreiben. Wenn der Glanz einer Farbe mit 100 angegeben wird, ist es glänzend wie z.B. Klavierlack. Ein Glanz mit dem Wert 0 ist somit das matteste Matt. Am häufigsten wird der Glanzgrad 30 (=seidenmatt) verwendet.
Der Glanz eines Anstrichs hat zunächst eine rein optische Wirkung auf uns Menschen. Es gibt auch eine technische Auswirkung, die später beschrieben wird. Wie entsteht denn der Glanz?
Relativ einfach - als Erklärung hier -  ist es unter einem Mikroskop gut zu erkennen, wie die Oberfläche eines Materials aussieht. Manchmal sieht es aus wie ein Gebirge mit hohen Bergspitzen und tiefen Tälern, manchmal ist es eher wie eine flache Landschaft mit kleinen Hügeln. Fällt Licht auf diese beiden Oberflächen, bricht es sich beim Gebirge und wird bei der flachen Landschaft reflektiert. Scheint die Sonne auf das Wasser, glänzt es und blendet einen, der Sand am Strand reklektiert nichts, weil dieser eine grobe Struktur besitzt.
Eine matte Farbe ist daher extrem strukturiert, quasi wie Wildleder, eine glänzende Farbe ist sehr glatt, wie ein Lackschuh. Soweit verstanden?

Der Glanzgrad sagt auch etwas über die Qualität einer Farbe aus. Helle Farbtöne wie z.B. weiß werden sehr schnell grau, wenn die Farbe matt ist. In den mikroskopischen Tälern setzt sich Staub und Schmutz ab. Versucht man den Schmutz zu entfernen, indem man darauf reibt, werden die Bergspitzen abgerieben, die Farbe bekommt an der Stelle Glanz, der Schmutz bleibt und wird teilweise noch tiefer hinein gerieben. Weil die "Bergspitzen" keinen guten Halt haben, werden sie recht leicht durch Reibung oder Regen, Hagel und allgemeinen Kontakt abgetragen. Eine matte Farbe im Aussenbereich hält selten länger als 5 Jahre, während eine leicht glänzende Farbe problemlos 10, 15 oder 20 Jahre schafft - und dabei auch sauber bleibt, weil die Oberfläche auch zu reinigen ist. Es sind fast immer matte Farben im Aussenbereich, die innerhalb kürzester Zeit Moose bzw. Algen und Staub aufnehmen. Aus diesem Grund werden Möbel eher nie matt gestrichen, aus diesem Grund sind sehr viele Farben im Glanzgrad 30 (seidenmatt) zu bekommen.

Insgesamt kann man global sagen, je höher der Glanzgrad einer Farbe ist, desto robuster, belastbarer, benutzbarer. Das Bindemittel spielt natürlich auch eine Rolle. Acryl/Acrylat (= Plastik) ist in Farbanstrichen immer das weichere, weniger robuste Material, obendrein auch das am wenigsten ökologische.  

 

 

Glattes Holz

Die Struktur des Holzes, ob glatt gehobelt oder sägerau (per Definition „Mit dem ersten Schnitt aus dem Sägewerk kommend“) ist maßgeblich, was die An- und Verwendung der richtigen Grundierung sowie Farbe anbelangt. So wurde Holz früher immer mit dem ersten Sägeblattschnitt aus dem Sägewerk geholt, verbaut, behandelt. Das Holz hat dann eine sehr faserige Oberfläche, die im Prinzip nur mit Lederhandschuhen angefasst werden kann.
Heutzutage werden die Hölzer in den allermeisten Fällen im glatt gehobeltem Zustand gekauft, geliefert, verbaut, behandelt. Auf glattem Holz haftet direkt verstrichene Farbe nicht. Wenn das Holz zudem noch etwas glänzt, wurde es sogar "heißgehobelt". Dann sind die Holzporen geschlossen, alles perlt ab, auch der Regen, erst recht Öle, Lasuren, Grundierer, Imprägnierer und Farbe sowieso. Solch extrem glatten Holzoberflächen lässt man erstmal einige Wochen ungestrichen bewittern, damit sich die Holzporen wieder öffnen und Anstriche überhaupt eine Verbindung mit dem Holz eingehen können. Dieses Thema greifen wir an verschiedenen Stellen auf unseren Seiten auf, hier mal als Journal-Beitrag:
https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/aussenholz-streichen/

Ist das Holz jedoch aufnahmefähig für Flüssigstoffe, kann man loslegen. Es beginnt meistens mit dem Grundieröl, wodurch das Holz zunächst gesättigt wird. Glattes Holz lässt jedoch dicke Farbe sehr mangelhaft an sich heran. Streicht man eine Farbe auf das glatte Holz, wird es besonders im Aussenbereich zu Abblätterungen / zum Ablösen des Anstrichs kommen. Dieses ist einer der Hauptgründe, warum hier in Deutschland (neben der ohnehin nicht sonderlich guten Farbqualitäten) so häufig Farbe vom Holz abblättert. Insofern benötigen wir, wenn ein deckender Anstrich erfolgen soll, einen Vermittler, den Sperr- und Haftgrund. Hier eine allgemeine Erläuterung: https://schwedischer-farbenhandel.de/sperr-und-haftgrund. Dieser funktioniert wie Butter auf dem Brot: Sie verstreichen Butter und legen oben drauf Ihre Scheibe Käse – der Käse rutscht nicht runter, haftet an der Butter fest. Ohne Butter löst sich die Käsescheibe von Ihrer Brötchenhälfte.
Ein Beitrag aus unserem Journal: https://journal.schwedischer-farbenhandel.de/gruendlich-grundiert-ist-halb-gestrichen/
Und hier ein wunderbares Erklärfilmchen von uns zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=r7cW84OAxAo
Grundierung allgemein: https://schwedischer-farbenhandel.de/grundierung-allgemein

 

 

Grundieröl

Wenn Sie Holzfassaden im Aussenbereich streichen wollen, ist das richtige Grundieröl ausgesprochen wichtig: enthaltene Algizide und Fungizide hemmen die Bildung von Bläue und Moosen, gleichzeitig wird das Holz zum Kern gesättigt und dadurch träge. Gerade bei Lasuren bzw. wasserlöslichen Farben (ausser Schlammfarben) ist der Einsatz dieses Grundieröls wichtig. Das Grundieröl hemmt die Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes, wodurch einerseits keine Schäden durch Bläue, Schimmel entstehen kann, andererseits wird das Holz innerlich verfestigt und mangels Feuchtigkeitsaufnahme steif. Eine Farbschicht auf einem solchen Holz muss sich weniger „bewegen“, Rissigkeit und Abblätterungen bleiben aus.
Ein sogenannter „Bläuegrund“ ist übrigens kein Tiefengrund geschweige denn überhaupt ein Grundierer! Diese Baumarktprodukte enthalten keine Öle und sättigen nicht, Wasser kann ins Holz einziehen. Kommt das Wasser wieder aus dem Holz heraus, werden die bläuehemmenden Stoffe mit dem Wasser ausgewaschen.

Sie brauchen kein Grundieröl auf frischem Lärchenholz bzw. auf Eiche oder Tropenholz. Grundieröle sind farblos.

 

 

Grundierung

Es gibt zwei Arten von Grundierungen: den Tiefengrund und den Sperr- und Haftgrund. Der Tiefengrund (Grundieröl, siehe oben) ist der allererste Anstrich auf dem unbehandelten Holz und dient der Tiefensättigung sowie zum Schutz gegen Pilze (Schimmel) und Parasiten sowie gegen Moose.

Der Sperr- und Haftgrund hemmt das Austreten von Harzen, hemmt das Eindringen von Schädlingen und gibt dem ersten Anstrich den nötigen Halt, zudem wird die Holzoberfläche gesättigt und das Holz arbeitet in der Folge weniger. Somit wird der folgende Farbanstrich auch nicht so stark durch das Arbeiten des Holzes beansprucht – und Risse werden unterbunden.

Die richtige Grundierung ist wichtiger als der spätere Deckanstrich! Mangels Sperr- und Haftgrund neigen die meisten Farben dazu, zeitig von der Fassade abzublättern. Achtung: Mangels Produktkenntnis oder gefährlichem Halbwissen ist in einigen Foren zu lesen, daß ein Haftgrund deckend sein soll (ein Sperr- und Haftgrund ist zumeist weiß oder grau, wir haben zudem gelben, grünen, roten und blauen auf Lager). Diese Aussage ist grober Unfug! Ein vernünftiger Sperr- und Haftgrund soll lediglich eine Vermittlungsschicht zwischen Holz und Farbe darstellen.

 

 

H

 

 

Harz

Harz ist ein natürliches Produkt der Nadelhölzer wie u.a. Kiefer, Fichte oder Tanne. Harz befindet sich im frischen Holz in den Harzgallen und wird durch das Arbeiten dieser Weichhölzer oft aus dem Holz gepresst. Dieser Umstand wird durch Ölfarben stärker unterbunden als durch wasserlösliche Farben – nicht zuletzt durch die sättigende Wirkung dieser Farben. Das Holz wird somit träge und die Gallen weniger stark beansprucht. Ein guter Sperr- und Haftgrund hemmt den Austritt von Harzen, ebenso Schelllack (speziell auf Ästen). Das Grundieröl sättigt das Holz und nimmt dem Holz die Beweglichkeit.

 

 

Haussockel

Wie streichen die Schweden eigentlich die Haussockel, unterhalb der Holzfassade? Es gibt verschiedene Farben mit unterschiedlichen Eigenschaften, die auf diesem Beton/Stein Verwendung finden: Putzfarben, Acrylate oder auch Leinölfarbe.

 

 

Holzdach

Holzdächer werden oft mit Teerpappe belegt oder traditionell mit nicht-diffusionsoffener Farbe gestrichen. Wenn Sie ein Gartenhaus mit Farbe streichen, verwenden Sie gerne die Farbreste von der Fassade und streichen diese auf das Dach, ehe eine Dachpappe verlegt wird.
Nicht-diffusionsoffene Farben für das Dach sind u.a. die Silikonalkydfarbe ODEN. Auch die diffusionsoffene Acrylatfarbe kann benutzt werden, wenn unbehandeltes Holz richtig gegen Feuchtigkeiten grundiert wurde: 1. Grundieröl, 2. Sperr- und Haftgrund. Diese Grundierer sind auch bei der Silikonalkydfarbe zu verwenden, um dieser harten Farbe eine möglichst bewegungsarme Oberfläche zu bieten.

 

 

Holzfassade

Die richtige Farbe für eine Holzfassade richtet sich nach der Holzart und Holzbeschaffenheit (bei neuem Holz) oder nach der zuletzt benutzten Farbart. Unbehandeltes bzw. neues Holz muss zuvor immer grundiert werden, damit keine Feuchtigkeiten in das Fassadenholz gelangen können (insbesondere bei diffusionsoffenen Farben) und dementsprechend das Holz kaum noch Eigenbewegung hat. Dieses verhindert Rissbildung in der Farbschicht, da Holz sich stärker bewegen kann als eine Farbe/Lasur im Verhältnis elastisch ist. Beachten Sie auch unser Merkblatt für den Anstrich von Fassaden im Aussenbereich sowie die Datenblätter aus der Rubrik „Datenblätter“.

 

 

Holzöl

Die meisten Holzöle sind farblos und haben eine sättigende und pilzhemmende Wirkung im Holz. Durch die Tatsache, dass diese Öle nicht pigmentiert (eingefärbt) sind, besitzen sie auch keine UV-schützenden Elemente, durch die das Vergrauen des Holzes aufgehalten werden könnte.
Holzöle müssen, je nach Einsatzbereich innen oder außen, alle 6-12 Monate (aussen) bzw. 5-10 Jahre (innen) erneuert werden.

 

 

Holzschindeln

Holzschindeln werden traditionell mit Nadelholzteer gestrichen. Verwenden Sie dabei Holzteer auf Basis von Nadelholz. Laubholzteer ist als Schutzanstrich ungeeignet, da er zuviel Pech enthält und das Holz verkleistert. Das führt wiederum zu Staunässe -  das Holz kann faulen. Wir führen ausschliesslich Nadelholzteerprodukte. Laubholzteer finden Sie im Fachhandel für Jagdzubehör.
Wenn Holzschindeln mit einer Farbe gestrichen werden sollen, ist dieses in Abhängigkeit zur Holzart und zu einem evtl. bereits bestehendem Altanstrich möglich. Hier beraten wir Sie gerne vorab – telefonisch, per Email oder bei uns vor-Ort in Hamburg.

 

 

Holzschutz

Der Baustoff Holz ist vielseitig verwendbar. Wie auch Metall braucht Holz einen Schutz vor Feuchtigkeiten, insbesondere im Aussenbereich. Feuchtes Holz wird zu einem Nährboden für Keime, die das Holz schädigen können - nicht jede Holzart, aber im Besonderen die gängigen wie Kiefer, Fichte oder Tanne. 
Als Schutz vor Feuchtigkeiten verwenden wir gerne Anstrichmittel wie Öle, Lasuren oder Farben bzw. auch Imprägnierung. Alle haben spezifische Eigenschaften, aber auch sehr unterschiedliche Langlebigkeiten im Aussenbereich.
Vergleichen wir es doch mit menschlicher Haut:
Wir reagieren empfindlich auf Wasser (trocknet die Haut aus, wenn es zu lange einwirkt) und auch auf das Sonnenlicht (UV-Strahlung verbrennt die Haut). Wollen wir uns gegen Wasser schützen, kleiden wir uns mit etwas wasserabweisendem wie einer Regenjacke. Das Wasser perlt ab, die Haut bleibt trocken. Gegen das Sonnenlicht schützen wir uns mit Sonnencreme oder auch mit dichter Kleidung. Und Holz?
Öle, Lasuren sowie Farben sind im frischen Zustand wasserabweisende Anstriche. Das Licht der Sonne verbrennt jedoch jede Art von Beeschichtung, der Anstrich zerfällt. Je dünner und transparenter der Anstrich, desto schneller ist dieser durch das UV-Licht zersetzt. Öle (6-12 Monate) und Lasuren (6-24 Monate) halten immer am kürzesten, 

 

 

Holzteer

Ein seit vielen Jahrhunderten verwendetes Produkt zur Erhaltung von Holz ist Nadelholzteer. Kein anderes Produkt bringt mehr Schutzmechanismen und Wirkstoffe zum Erhalt in das Holz wie dieses Traditionsprodukt. Achtung: Nur Holzteer aus Nadelhölzern ist für den Holzschutz zu verwenden. Teer aus Laubholz wie z.B. Buchenteer ist eher schädlich und sollte hierfür gemieden werden. Wir vertreiben ausschliesslich Nadelholzteer! Laubholzteer wird für die Jagd verwendet. Holzteer trocknet nicht sondern muss einziehen können! Somit ist er nur auf unbehandeltem oder bislang nur mit Holzteer oder -öl behandeltem Holz geeignet. Je trockener und/oder verwitterter das Holz, desto schneller ist das Holzteerprodukt eingezogen und der charakteristische Geruch verflüchtigt sich.
Nadelholzteer eignet sich für den Anstrich von Hölzern im Aussenbereich wie u.a. Holzfassaden, Weidezäune oder Hochbeete. Ungeeignet ist Nadelholzteer hingegen an Kontaktflächen wie u.a. Fenster/Türen, Möbeln oder auf Handläufen. Auf Holzterrassen bedingt geeignet, wenn das Holz sehr trocken ist und der Nadelholzteer stark verdünnt wurde (Balsamterpentin). Für Terrassen wäre sonst das helle Holzteeröl besser geeignet, da es bereits eine dünnflüssige, penetrierende Konsistenz wie handelsübliche Holzöle hat (aber mit 2-3 Jahren doppelt bis 3x so lange hält wie handelsübliche Öle).

 

 

Hühnerstall

Wie bei vielen anderen Stallungen auch, gilt es bei Nutztieren die Schadstoffe so gering wie möglich zu halten.
Für Holzkäfige ist ein Anstrich mit reiner Leinölfarbe ein solches Produkt. Ferner ist chinesisches Holzöl sehr geeignet. Viele Nutztiere meiden zudem mit Holzteer gestrichene Boxen: Es ist im getrockneten Zustand unbedenklich, schmeckt jedoch nicht so gut wie unbehandeltes Holz…

 

 

I

 

 

Imprägnierung

Es gibt verschiedene Formen der Imprägnierung.
Grundsätzlich soll eine Imprägnierung vor dem Durchfeuchten von Baustoffen wie u.a. Holz dienen. Zwar können Feuchtigkeiten weiterhin in das Holz einziehen, jedoch verhindern die Inhaltsstoffe der Imprägnierer eine Fäulnis.
Eine Imprägnierung wird im Falle von Holz häufig im Tauchverfahren oder als Kesseldruckimprägnierung (KDI) umgesetzt. Bestimmte Imprägnierer werden aber auch gespritzt oder gepinselt – so z.B. unser Imprägnierer SIOO:X oder auch Eisensulfat.
SIOO:X enthält Kalium und Silikat. Das Kalium bewirkt eine Alkalität von etwa 12, was für schädliche Mikroorganismen im Holz quasi „tödlich“ ist. Das Silikat hingegen hemmt die Wasseraufnahme ins Holz, was schädlichen Mikroorganismen den Nährboden nimmt. Die Verrottung des Holzes wird somit durch die beiden Mineralstoffe langfristig verhindert.
Eisensulfat hemmt ebenfalls die Bildung von Pilzen oder Schimmel, zeitgleich nimmt das Holz durch Sonneneinstrahlung einen silbriggraue Patina an – wie im übrigen auch bei SIOO:X. Eisensulfat wird heute jedoch kaum noch als Imprägnierer für Aussenhölzer verwendet, da dieses Produkt recht giftig ist.
Eine stärkere Imprägnierung wird auch durch Nadelholzteer (alle Sorten, zudem auch Teeröl sowie Schwellenöl) ermöglicht. Nadelholzteer wird aus verkoksten Nadelholzbaumstümpfen extrahiert und ist plakativ gesprochen "flüssiges Holz" – mit weit über 1000 gelösten Stoffen, die den Baum zu Lebzeiten vor schädlichen Einflüssen von aussen geschützt haben.

 

 

J

-

Jedermannsrecht

In Schweden gibt es eine Gesetzmäßigkeit, die ihren Ursprung irgendwo im Mittelalter hat: Das Jedermannsrecht - auf schwedisch Allemannsrätten genannt.
Dieses Recht gestattet es jedem Menschen, sich in der Natur Schwedens, egal ob öffentlicher oder privater Raum, frei zu bewegen. So darf man z.B. ein Zelt auf einer Wiese aufschlagen und dort für eine Nacht verbleiben. Sofern erkennbar ist, dass man sich evtl. auf einem Privatgrundstück befindet, fragt man den oder die EigentümerIn, ob es "für diese Nacht gestattet sei, zu bleiben". Selten wird dieser Bitte nicht statt gegeben.
Dahinter verbirgt sich ein gewisser nationaler Stolz auf das eigene Land mit seiner Weitläufigkeit und Schönheit. Dieses soll jedem Menschen zugänglich sein - sofern man sich im Gegenzug an die damit verbundenen Spielregeln hält. Wir kennen das auch, ist jedoch eher ein Aushang in mancher Toilette: "Bitte alles so zurück lassen, wie man es vorgefunden hat". 
Nich erlaubt ist im übrigen, sich mit dem Wohnmobil/Auto/Wohnwagen auf Forstwege, Waldwege oder "irgendwie" in die Natur zu stellen, Barken zu öffnen, um "ein schönes Plätzchen" zu finden. Mancher Urlauber meint auch heute noch, dass "Freistehen" in Schweden überall erlaubt ist. Nein, ist es nicht.

 

 

K

 

 

Kinderhaus

Eine oft gestellte Frage: „wie streiche ich unser neues Kinderspielhaus im Garten?“  Hier bietet sich entweder industrielle Leinölfarbe, Silikonalkydfarbe, reine Leinölfarbe, Emulsionsfarbe oder Acrylat an, da diese Farbarten abriebfest sind und ausgesprochen elastisch und robust auf stumpfe Schläge reagieren.

Für die reinen Leinölfarben spricht deren rein natürliche Zusammensetzung sowie der exzellente Holzschutz über bis zu 25 Jahre. Für das Akrylat die schnelle Trocknung und die enorme Elastizität. Die Silikonalkydfarbe ist wiederum die robusteste und bewitterungsresistenteste Farbe überhaupt, weswegen sie sehr häufig auf öffentlichen Spielplätzen zum Einsatz kommt.

 

 

Kuhstall

Siehe „Hühnerstall„.

 

 

L

 

 

Lackfarbe

Der Begriff Lackfarbe oder auch nur „Lack“ ist per Definition eine farbliche oder auch nicht-pigmentierte Beschichtung auf einem Trägermaterial. Diese Beschichtung liegt flächig auf dem Trägermaterial und dient in dieser Form als Schutz vor äußeren Einwirkungen wie z.B. Wasser/Feuchtigkeit oder Beschädigungen.
Das Wort Lack wird somit in Anstrichen verwendet, die eine solche Schicht erzeugen. Hierzu zählen u.a. Klarlacke oder Bootslacke (farblos), pigmentierte Klarlacke (Lasuren) sowie deckende Farben.
Ein Lack kann hart (Bootslack, Möbellack) oder auch weich (Acryllack) sein. Der Begriff „Lack“ sagt somit nichts über die Härte des Anstrichs aus, wie so häufig falsch interpretiert.

 

 

Lasur

Eine Lasur ist ein schichtbildender, transparenter bis semitransparenter Anstrich für Holz. Die Vorliebe der Deutschen für eine Lasur hat ihren Ursprung in der Nachkriegszeit, als zu wenig Material bzw. Rohstoffe vorhanden waren, um einen Anstrich dicker/gehaltvoller zu machen. Man hat eine Farbe schlicht höher verdünnt!
Damals wie heute wusste man, dass eine dünne Schicht das Holz bedeutend kürzer schützt, da durch UV-Strahlung eine zügige Verwitterung eintritt und die Lasur damit recht schnell abgetragen ist. Früher enthielten Lasuren entsprechend Zusatzstoffe, die diesen Prozess verlangsamten – und heute verboten sind. Aus diesem Grund halten heutige Lasuren im Aussenbereich kaum länger als 6-12 Monate (wasserlösliche Acryllasuren) bzw. 3-4 Jahre (lösemittelhaltige Alkyd- oder Öllasuren).

Streicht man heute dennoch mit Lasuren im bewitterten Aussenbereich, sollte man den Anstrich immer regelmäßig überprüfen, denn: Ist die Lasur verwittert, wird das Holz darunter nass und es kann sich Staunässe sowie Schimmel bilden. Lasuren bitte immer sehr regelmäßig nachstreichen, um dieses zu verhindern! Ist eine Lasur erstmal matt geworden oder hat Risse, muss man sie abschleifen. Dies kann ggf. bereits nach 6-12 Monaten der Fall sein.

Heutzutage werden Lasuren vor allem deswegen verkauft, da sie unter allen Anstrichen mit der höchsten Marge behaftet sind.
Da eine Lasur fast ausschließlich aus Lösemitteln wie Terpentinersatz oder Wasser besteht, ist das teuerste an einer Lasur oftmals die Verpackung. Gerade wasserlösliche Lasuren sind besonders günstig - sie bestehen aus Leitungswasser vermischt mit etwas Mikroplastik und Biozid. Dadurch sind Lasuren auch das Lieblingsprodukt vieler Händler - sie bringen regelmäßig Geld in die Kasse des Verkäufers.

 

 

Leinöl

Das aus dem Samen des Flachs gewonnene Leinöl folgt uns Menschen schon seit vielen Jahrhunderten als Nahrungsmittel (etwa seit der Steinzeit) sowie auch für die Herstellung von Farben (frühes Mittelalter). Das Leinöl dient Farben als Binde- sowie als Konservierungsmittel.
Kaltgepresstes und durch Erwärmung sikkativiertes Leinöl wird für Farben verwendet.
Rohes, kaltgepresstes Leinöl wird hingegen als farbloser Holzschutz bzw. auch als Grundierung vor einem Anstrich mit reiner Leinölfarbe benutzt. Im Gegensatz zum gekochten (sikkativiertem) Leinöl, härtet rohes Leinöl mitunter erst nach vielen Jahren aus. Weil rohes Leinöl jedoch erst sehr spät oxidiert/polymersisiert (durch Sauerstoffaufnahme aushärtet) und dadurch wesentlich länger fließfähig bleibt, hat es z.B. bei Holz eine deutlich bessere Tiefenpenetration als gekochtes/sikkativiertes Leinöl.
Leinöl ist in Lappen/Tüchern/Schwämmen selbstentzündlich!
Sofern man mit solchen Materialien Leinöl verarbeitet, sollten diese nach der Arbeit ins Wasser oder in eine geschlossene Metalldose bzw. ein verschließbares Glas gelegt werden. Alternativ verbrennt man kontrolliert diese mit Leinöl getränkten Materialien.

 

 

Leinölfarbe

Leinölfarbe ist die ökologisch reine und bestmögliche Holzschutzfarbe seit Jahrhunderten!
Mit diesem Produkt schützen Sie Ihr Holz nachhaltig – und wenden sich deutlich von wasserlöslichen Baumarktfarben ab! Die Skandinavier folgen dem Prinzip Leinölfarbe unbeirrt weiter – aus Erfahrung um den Baustoff Holz sowie Metall und auch Stein!
Leinölfarbe ist im Gegensatz zum farblosen Leinöl nicht selbstentzündlich.

Artverwandt aber modern ist Silikonalkydfarbe ODEN (enthält u.a. auch Leinöl). Früher nannte man diese deshalb auch industrielle Leinölfarbe. 

 

 

M

 

 

Matte Farben

Je nach Geschmack, wählt man eine Farbart, die entweder matt, seidenmatt, halbglänzend oder glänzend ist. Hinter dem Glanzgrad einer Farbe verbirgt sich jedoch auch ein Qualitätsmerkmal:
Die Bindemittel Öl, Alkyd, Acryl oder Acrylat in einer Farbe haben per se einen Glanz. Wenn eine Farbe matter werden soll, werden neben Pigmenten auch Füllstoffe hinzugegeben. Wenn eine Farbe sehr matt ist, so hat sie dann auch ein Ungleichverhältnis zwischen Bindemitteln und Füllstoffen – vergleichbar mit einem Kuchen, dem mehr Mehl zugeführt wurde. Der Kuchen wird dann brüchig. Eine Farbe hingegen verliert an Abriebfestigkeit und nimmt zudem mehr Schmutz an. Haben Sie mal versucht, aus einer einfacheren Tapetenfarbe aus dem Baumarkt einen Flecken aus der Oberfläche zu entfernen? Die Pigmente sind danach im Lappen, der Fleck jedoch eher verteilt…
Verwenden Sie matte Farben daher nur dort, wo wenig Kontakt besteht, nicht auf Möbeln, Handläufen oder Fußböden. Im Aussenbereich möglichst keine matten Farben mit hellen Farbtönen, da diese sehr schnell Feinstaub annehmen und vergrauen.

Möchte man möglichst wenig Wartungsaufwand und zukünftige Renovierungsanstriche vermeiden, sollte man ganz die Finger von matten Aussenfarben lassen.
Übrigens: In Schweden wird schon seit Jahrzehnten keine matte Farbe mehr für Hausfassaden eingesetzt, man verwendet stattdessen lieber die robusteren Fassadenfarben mit Glanz.

 

 

Metallfarbe

Für Metalle sind sowohl Leinölfarben als auch Alkydfarben geeignet. Achten Sie darauf, dass das Metall frei von Rost ist und evtl. einen Grundieranstrich erfährt. Die Grundierung sollte immer aus einem nicht-diffusionsoffenem Bindemittel wie Leinöl oder Alkyd bestehen, damit Feuchtigkeiten nicht an das Metall heran kommen können. Blankes Metall sollte vor dem Anstrich leicht aufgeraut werden, damit die Farben besser haften.
Zink- oder Aluminiumbleche vor einem Anstrich abfetten/ablaugen und danach mit Stahlwolle aufrauen. Es folgt ein Anstrich mit einem Grundierer wie z.B. unserem Meistergrund 40V, danach wird die entsprechende Farbe 2x gestrichen.

 

 

Möbelöl

Für Möbel können wie Ihnen unser Sortiment an Ölen und Wachsen sowie Lackfarben für den Innenbereich empfehlen. Beachten Sie bei den Lacken, dass wir diese zumeist auf individuellen Wunsch anmischen – nach RAL, NCS oder nach eingesandtem Muster. Weitere Möglichkeiten für die Ölung von Innen- und Außeneinrichtungen sind u.a. der Einsatz von chin. Holzöl.

 

 

Moos

Moose setzen sich meist an humiden Stellen ab, gerne auf Holz, Glas, Putz. Verwenden Sie unseren Moos- und Schimmelentferner, um dieser Problematik Herr zu werden.
Feuchte Oberflächen im Aussenbereich resultieren aus diffusionsoffenen Farben, die Wasser ins Holz lassen. Ein warmer Oktober gefolgt von einem feuchten Winter sorgen für eine mehrmonatige Feuchtigkeit im Holz. Wenn dann im Frühjahr der Pollenflug einsetzt, vermoosen solche Flächen recht schnell.
Grundsätzlich kann sich Moos auf nahezu allen Farbschichten absetzen. Am stärksten auf diffusionsoffenen sowie auch auf rein biologischen Farben. Letztere enthalten keine Biozide. Wenn Sie z.B. unsere reine Leinölfarbe im Aussenbereich einsetzen wollen, ist es ratsam, der Farbe einen geringen Anteil an Leinölfarbe Zinkweiß hinzuzugeben.
In Schweden ist es öffentlichen Gebäuden untersagt, Bäume/Büsche/Sträucher innerhalb von 3 Metern Abstand zur Fassade zu pflanzen. Dieser Abstand hemmt die Moosbildung ungemein.

Warum haben wir heute mehr Moosbewuchs als noch vor 20 Jahren?
Einfache Antwort: Unsere Treibstoffe sind seit Jahren bleifrei. Blei ist ein Biozid hinsichtlich organischer Stoffe. Ferner haben sich die klimatischen Bedingungen in Europa stark verändert. Ein Sommer ist heute deutlich feuchter als früher, der Winter nicht mehr so kalt aber dafür ebenfalls feuchter. Dieses begünstigt Moos auf Oberflächen.
Zum Entferner von Moosen und Schimmel eignet sich unser Moos- u. Schimmelentferner excellent. Es ist ein Konzentrat. 1 Liter reicht für bis zu 120qm.

 

 

N

 

 

Naturterpentin

Siehe auch „Balsamterpentin

 

 

O

 

 

Ochsenblutrot

Siehe auch ‚Eisenmennige‚.

 

 

Ölfarbe

Eine Ölfarbe ist ein Produkt, welches die Bindemittel Öl (zumeist Leinöl) oder auch den Kunstharz Alkyd (wird durch Veresterung aus Naturölen wie Leinöl, Sojaöl, Fischöl, etc. hergestellt) enthält.
Ölfarben sind Oberflächenfest, nicht diffusionsoffen und somit auch immer die erste Wahl für den Anstrich von Hölzern und Metallen im Aussenbereich.

 

 

OSB-Holz

OSB-Platten als auch Spanplatten sollten wasserdicht gestrichen werden. Hier ist Leinölfarbe oder Alkydfarbe ratsam, ebenso Emulsionsfarbe, wenn zuvor mit einer Sperrschicht (Sperr- und Haftgrund) vorgestrichen wurde. Vermeiden Sie Schlammfarben oder Acrylate, das Holz würde hier aufquellen.

 

 

P

 

 

Pferdestall

Siehe „Hühnerstall„.

 

 

Pinsel

Wir führen ein Sortiment an Pinseln und Zubehör, welches wir überwiegend direkt ab Werk in Schweden beziehen. Wir legen Wert darauf, dass unser Pinselsortiment nur durch Qualitätsware bestückt ist.

Beachten Sie, dass es für die jeweilige Farbe oder den gewünschten Einsatzbereich auch immer einen entsprechenden Pinsel gibt:
Ein dünnflüssiges Produkt wie ein Öl oder eine Lasur wird mit einem Öl- und Lasurpinsel verarbeitet. Die Borsten dieser Pinsel nehmen sehr flüssige Stoffe besser auf, es tropft weniger heraus.
Ein dickflüssigeres Produkt, wie z.B. eine Farbe hingegen, sollte unter keinen Umständen mit einem Öl- oder Lasurpinsel gestrichen werden, da diese Borsten recht hart sind und das Finish der Farbe ruinieren (streifig, wie eine gekämmte Oberfläche). Hier nimmt man wiederum Öl- und Fassadenfarbenpinsel. Diese sind wesentlich feiner und nehmen mehr Farbe auf.

 

 

Putzfarbe

Wer Mauerwerk streichen möchte, verwendet grundsätzlich diffusionsoffene Farben. Im Gegensatz zu Holzoberflächen, die gegen Feuchtigkeiten abgesperrt werden müssen und somit im Idealfall nicht mehr diffusionsoffen sind, kann die Feuchtigkeitsaufnahme von mineralischen Untergründen nicht gänzlich gegen Feuchtigkeit abgesperrt werden. Salze im Mauerwerk binden sogar Feuchtigkeiten sehr gut. Daher muss diese eindringende Feuchtigkeit auch immer wieder heraustreten können.
Die Grundierung von Mauerwerk (Putz, Beton, Gasbaustein, etc.) dient somit immer dem Ziel, der Feuchtigkeit den Weg zur Oberfläche zu ebnen. Die Grundierung wird daher auch immer erforderlich, bevor ein Neuanstrich erfolgt – egal, ob die Fläche schon mit Farbe gestrichen wurde oder noch gänzlich unbehandelt ist. Denn: Je mehr Farbschichten übereinander liegen, desto geringer wird die Diffusionsfähigkeit. Der Grundierer vor dem Neuanstrich erhält somit die Diffusionsfähigkeit trotz zunehmender Schichtstärke. Ferner sorgt der richtige Grundierer auch dafür, dass die Oberfläche besser gebunden wird und sich beim Rollen/Pinseln keine mineralischen Pigmente lösen können. Ein solcher Grundierer ist z.B. unser Betoprime.

 

 

Q

-

 

 

R

 

 

Restfeuchtigkeit

Unter der Restfeuchtigkeit versteht man den Feuchtgehalt im Holz. Dieser sollte in Abhängigkeit der jeweiligen Farbart nicht über einem bestimmten Wert liegen:

– Schlammfarbe, Emulsionsfarbe - max. 15%
– Leinölfarbe, Silikonalkydfarbe, Holzteer - max. 18%
– Sperr- und Haftgrund, Grundieröl - max. 15%

Auf der anderen Seite sollte das Holz keine Restfeuchtigkeit von weniger als 10% haben. Dann ist das Holz zu trocken und kann unter Feuchtigkeitseinfluss sehr viel Wasser aufnehmen. In solchen Fällen sollte das Holz besser 2x mit Grundieröl vorgestrichen werden, um eine sinnvolle Sättigung zu erhalten.

Ein Messgerät zur Restfeuchtemessung kann man ab etwa 10 Euro bekommen. Besser, weil genauer, sind jedoch die Messgeräte, wie sie z.B. ein Maler oder Parkettleger benutzt.

In Skandinavien wird übrigens sehr häufig erst nach frühestens 6 Monaten mit dem Erstanstrich von neuem Holz im Aussenbereich begonnen. Holz muß nicht sofort gestrichen werden, u.a. auch wegen der Restfeuchte!

 

 

S

 

 

Sägeraues Holz

Es gibt drei Schnittarten, wie das Holz aus einem Sägewerk kommen kann:

– Der 1 Schnitt wird sägerau genannt – das Holz ist splittrig, mit Handschuhen anzufassen, per Definition "mit dem ersten Schnitt aus dem Sägewerk kommend"
– Der 2 Schnitt ist feingesägt – leichte Rauigkeit im Holz, fast glatt
– Letztlich folgt der Hobel, der das Holz gänzlich glatt macht.

Je rauer das Holz, desto besser hält Farbe. Leider bekommt man dieses Holz im deutschsprachigen Raum nicht immer und überall…
Auch die Diffusionsfähigkeit ist bei sägerauem Holz besser: Aufstehende Holzfasern geben Feuchtigkeit besser ab als blankgeschliffenes Holz.

 

 

Schimmel

Beseitigen Sie jede Art von Schimmel mit unserem Schimmel- und Moosentferner.  Er wird lediglich auf die Holz- oder Putzfassade bzw. Glasfächen gespritzt und nach 20 Minuten mit klarem Wasser abgespült. Nach weiteren 2-3 Tagen fallen die schwarz gewordenen Sporen selbständig von der Oberfläche.

 

 

Schlammfarbe

Schlammfarben sind Farben, die aus Wasser, Weizen- oder Roggenmehl, Leinöl und Pigment hergestellt werden. Sie eignen sich ausschliesslich für sägeraues und  unbehandeltes bzw. bereits mit Schlammfarbe gestrichenes Holz (Kiefer / Fichte / Tanne) im Aussenbereich.
Da Schlammfarben nicht abriebfest sind, eignen sie sich gar nicht nicht für Fenster, Kinderspielgeräte oder Möbel. Ist das Holz jedoch sägerau und unbehandelt, gilt hier: Standzeit 3-8 Jahre, abhängig vom jeweiligen Produkt, lichtecht, atmungsaktiv, preiswert, einfache Verarbeitung - aber umständliche Renovierung.
Nach dem Ende der Standzeit kreidet Schlammfarbe stärker aus. Vor einem Neuanstrich ist die alte Schlämme mit einer Drahtbürste zu entfernen. Danach folgt ein einmaliger Renovierungsanstrich.

Heutzutage werden Schlammfarben vor allem für Schuppen oder Stallungen verwendet. Früher galt Schlammfarbe noch als Allrounder und Anstrich der ärmeren Bevölkerung. Mittlerweile setzt man für Wohnhäuser auf robustere Anstriche und verwendet Schlammfarbe eher als einfachen Holzschutz für Scheunen.

 

 

Silikonalkydfarbe

Es handelt sich bei dieser Farbe um ein Produkt, welches sich aus der Basis Alkydharz und der Zugabe von Silikonmolekülen (Kieselöl) zusammensetzt. Der Begriff „Silikon“ wird hierbei oft falsch interpretiert: Im Gegensatz zur Silikonmasse, die wir z.B. im Badezimmer verwenden, sorgt dieses Molekül in der Farbe für eine enorme Widerstandsfähigkeit – deutlich besser als bei herkömmlichen Alkydfarben! Da diese Moleküle in der Oberfläche der Farbe eine sehr schlechte Anhaftung für Moose und Pilze abgeben, gleichzeitig jedoch Feuchtigkeit zwischen diesen Molekülketten ausgetauscht werden kann, ist es die wohl beste Holzfassadenfarbe, die es zur Zeit gibt. Verwenden Sie diese Farbart für:
Gartenhäuser, Holzfassaden, Handläufe, Gartenmöbel, Zäune, Dachunterstände, Giebel und grundiertes Metall.
Beim Anstrich von Möbeln bzw. auf liegenden Flächen und im Innenbereich ist zu beachten: Nur in dünnen Schichten streichen. Viel Licht und Luft sowie Raumtemperatur begünstigen ein ordentliche Trocknung. Möglichst jedoch bei Aussenluft und -licht trocknen lassen.

 

 

Standzeit

Als Standzeit wird die Zeitspanne bezeichnet, in der ein Anstrich renovierungsfrei bleibt. Je nach Art des Anstrichs kann das unterschiedliche Dinge bedeuten:

Fassadenfarben - Die Standzeit bezieht sich auf die Zeitspanne, nach Ablauf der einmal übergestrichen wird. Hält man sich an die Verabeitungstipps und Grundierungen, wird eine Farbe alle 10-20 Jahre gesäubert und einmalig überstrichen, je nach verwendeter Farbart.

Öle - Holzöle sind oft nach wenigen Monaten renovierungsbedürftig. Die Standzeit hier bedeutet: "Nach dieser Zeit hat sich das Öl zersetzt, man muss das Holz reinigen und erneut ölen".

Lasuren - Die Standzeit einer Lasur gibt an, nach wie viel Monaten sich die Lasur zersetzt hat. Bei den meisten Lasuren ist dies nach 6-24 Monaten der Fall. Dann muss alles matte oder poröse abgeschliffen werden. Einzig eine glänzende, und damit immer noch wasserabweisende, Lasur kann man jetzt noch direkt überstreichen (nach der Säuberung der Flächen im vorwege).

 

 

Strandkorb

Wie schütze ich meinen Strandkorb vor der Veralterung?
Nutzen Sie z.B. einen Bootslack! Was auf Schiffen gegen UV- und Salzwassereinfluss schützt, kann auf Weidengeflecht nicht schlecht sein.
Leinöl ist auch nicht verkehrt, chinesisches Holzöl funktioniert auch sehr gut.

 

 

T

 

 

Täcklasyr

Dies ist der schwedische Begriff für „Dickschichtlasur“ und wird zumeist mit dem Zusatz „Oljebaserad“ versehen – "ölbasierend"
Dahinter verbirgt sich der Zusatz "Leinöl und/oder Alkydharz" und macht aus einer Fassadenfarbe eine echte Holzschutzfarbe.

Diese Dickschichtlasuren enthalten gegenüber der reinen Leinölfarbe noch ein Alkydharz, wodurch die Oberfläche wesentlich härter wird und zudem schneller trocknet. Zusätzlich wird hierdurch die Haftung auf anderen Lasuren auf Öl- bzw. Alkydbasis deutlich verbessert.

Nicht zu verwechseln mit dem Begriff "Dickschichtlasur" vom deutschen Markt! Hierbei handelt es sich doch zumeist um Baumarktware, die mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit nicht "Dickschicht" ist, sondern eine dünnflüssige/"dünnschichtige" Lasur. Also keine Farbe!

 

 

Teakholz

Es ist eines der edelsten Hölzer und bedarf lediglich einer kleinen Ölung – mit etwas  Teaköl oder, wenn die graue Verfärbung gefällt, gerne mit chinesischem Holzöl. Ebenso sehr beliebt, weil deutlich langlebiger als Öle im Aussenbereich: der Holzkonservierer SIOO:X. Für Teakholz verwendet man den Konservierer SIOO:X Marine.

 

 

Technisch getrocknetes Holz

Früher wurde ein Baum nur im Winter bei Vollmond geschlagen. Danach wurde das Holz zugeschnitten und 3 Jahre gelagert, ehe es weiterverarbeitet wurde.
Dieses Verfahren ist recht kostspielig und durch den stetig zunehmenden Bedarf an Holz zudem auch sehr aufwendig, was die Lagerhaltung betrifft. Zwar ist solches Holz heute noch zu bekommen, preislich jedoch in einer ausserirdischen Dimension.
Um frisches Holz schneller trocken zu bekommen (d.h., um die Restfeuchte auf unter 18% zu drücken), wird Schnittholz in einer Trockenkammer getrocknet. Dieses Verfahren ist sehr schnell und deutlich preiswerter. Allerdings nimmt Holz durch dieses Verfahrenen einen großen Schaden, den man zunächst nicht wahrnimmt:
Jeder Baum hat zu Lebzeiten einen Eigenschutz, der u.a. durch Enzyme wie Pinosylvin zustande kommt und den Baum vor Parasiten und Verrottung durch Mikroorganismen schützt. Diese Enzyme befinden sich in allen Bereichen des Holzes und bleiben dem Holz erhalten, wenn dieser über mehrere Jahre langsam durchtrocknet. In der Trockenkammer hingegen werden diese Enzyme durch die hohe Wärmeentwicklung sehr schnell an die Holzoberfläche gezogen und verschwinden damit aus dem Holzkern. Ferner nehmen auch die Enzyme Schaden und sind nach der Wärmebehandlung entweder stark dezimiert oder schlichtweg verbrannt. Das Holz ist zwar trocken, nun aber auch richtig „tot“ und sehr sensibel hinsichtlich Feuchtigkeiten als Nährboden für Mikroorganismen/Schimmel/etc.
Dieser Umstand macht eine Verwendung von Grundieröl als Erstbehandlung erforderlich, damit das Holz wieder eine gesunde Eigensättigung hat und ein Schutz gegen Keime/Mikroorganismen bis hin zum Kern erhält. Grundieröl zieht sehr tief ins Holz ein, hemmt die inneren Spannungen im Holz und minimiert die Gefahr der Rissbildung von technisch getrocknetem Holz.

 

 

Terpentin/Terpentinöl

Siehe auch „Balsamterpentin“

 

 

Terpentinersatz

Ein mineralisch gewonnenes Lösemittel, welches in den letzten Jahrzehnten die natürlichen Lösemittel immer weiter verdrängt hat. Da es bislang in der Produktion preiswerter als Terpentin gewesen ist, konnte entsprechend mehr und mehr abgesetzt werden. Leider ist Terpentinersatz ein sogenannter Ozon-Killer, wodurch dieses Lösemittel, bedingt durch eine EU-Verordnung, in immer geringeren Mengen in Farben vorkommt/vorkommen darf.
Das Ursprungsprodukt Terpentin (Balsamterpentin, Terpentinöl) ist  dahingehend unbedenklich und biologisch gut abbaubar, zudem ist es nicht nur ein Verdünner (wie Terpentinersatz) sondern zugleich auch noch Holzschutz.

Der von uns angebotene Terpentinersatz ist ein aromatenfreies Produkt, es ist praktisch geruchlos und eignet sich auch als Verdünner von lösemittelhaltigen Farben für den Innenbereich.

 

 

Terrasse

Schützen Sie Ihre Holzterrasse vor Rissbildung! Das ist wichtiger als der Erhalt der natürlichen Holzfarbe, der bedingt durch die starke Zunahme an UV-Strahlung ohnehin nicht konserviert werden kann!
Mittels Öl erreichen Sie einen starken Werterhalt für Ihre Holzterrasse heraus: entweder mit Holzöl bzw. Teeröl oder gar mit Kieselöllasur. Holzteer ist nur auf den Bereichen geeignet, wo direkter bzw. andauernder Wasserkontakt besteht – also für die Unterkonstruktion, da es das Holz hier enorm vor dem Verrotten hemmt. Wählen Sie dafür speziell die dunkleren Holzteere  bzw. das Schwellenöl (Sleepers Oil). Auf der Terrassenoberfläche kann es genutzt werden -  die Trocknung kann jedoch mehrere Wochen andauern und die Terrasse bleibt für diese Zeit unbegehbar.
Und für diejenigen, die das jährliche Ölen der Terrasse lästig finden (Öle halten im Regelfall nur 6-24 Monate im Aussenbereich, sind dann durch die UV-Strahlung der Sonne verbrannt), eignet sich der Holzkonservierer SIOO:X sehr gut, der im Mittel nur alle 6-10 Jahre erneuert werden muss.

 

 

Türen / Fenster

Das Streichen von Türen und Fenstern ist immer eine Herausforderung – insbesondere im Aussenbereich!
Türen und Fenster sind sogenannte Kontaktflächen und werden sehr stark beansprucht:
Schläge durch das Zuschlagen, Abrieb im Bereich der Griffe/Oliven, Fußkontakt an Türen im unteren Drittel, Abtropfkanten sowie Einfassung von Glas mit Kittfalz in Verbindung mit Kitt.
Besonders im Aussenbereich gilt höchste Präzision bei allen Arbeitsschritten, da das Streichen von Filigranholz (z.B. Fensterrahmen) oder das Aushängen einer Haustür mit viel Arbeit verbunden ist und diese Arbeiten möglichst die nächsten 10-20 Jahre nicht wiederholt werden sollten.

Die Wahl der richtigen Farbart ist dabei immer abhängig vom eventuellen Altanstrich, der nicht entfernt werden muss, wenn dieser noch intakt ist. Eine Farbe für Türen und Fenster muss immer blockfest sein (Öl- und Alkydfarben, Polyuretanacrylfarben).
Man beachte: Niemals ohne die richtige Grundierung arbeiten, wenn das Holz blank ist (neues oder unbehandeltes bzw. abgeschliffenes Holz). Das gilt auch für Metalle.
Bedenken Sie, dass Farben immer ausgehärtet sein müssen, ehe man Türen und Fenster wieder schliessen/einbauen kann. Bei einigen Farbarten kann dieses bis zu 48 Stunden dauern, was bei einer Aussenhaustür fast nur zu Zeiten des Rohbaus möglich ist. Im Bedarfsfall mit dünnen Klebestreifen oder Streichhölzern für nötigen Abstand zwischen gestrichenen und ungestrichenen Kontaktbereichen sorgen.
An den Abtropfkanten äußerst gewissenhaft streichen, damit sich dort keine Feuchtigkeiten in das Holz saugen können. Auf diesen Flächen sind im übrigen diffusionsoffene Farben die schlechteste Wahl!

 

 

U

 

 

Unterstände

Der Dachunterstand wird traditionell in Schweden mit Leinöl- und Alkydfarbe gestrichen.
Acrylate werden jedoch immer häufiger eingesetzt, da beim Streichen „Über-Kopf“ wasserlösliche/dünnere Farben leichter von der Hand gehen und die schnellere Trocknung eine kürzere Gerüstzeit mit sich bringt. Da Silikonalkydfarben jedoch enorm viel länger halten als vorgenannte Farbarten, sowie eine bessere Resistenz gegen organischen Bewuchs besitzen als Acrylate, gewinnen diese immer mehr an Bedeutung.

 

 

UV-Strahlung

Ein Problem in der Farbenindustrie ist die stark zunehmende UV-Belastung für Farben im Aussenbereich in den vergangenen Jahren/Jahrzehnten. Diese von der Sonne emittierten Lichtstrahlen sind immer schon die Ursache dafür gewesen, dass Farben mit der Zeit stumpf und matt wurden. Die Oberfläche der Farb- oder Lasurschicht verbrennt und wird dünner, das verbrannte Material bleibt als Pulver auf der Oberfläche liegen. Diese Form des „Sonnenbrands“ war früher nicht so stark ausgeprägt wie heute. Wir selber erleben dieses durch einen raschen Sonnenbrand auf unserer Haut, wenn nicht entsprechend mit einer Sonnencreme und einem ausreichenden Lichtschutzfaktor eingecremt wird.
Farben kann man jedoch nicht so ohne weiteres mit einer Creme schützen. Ferner sind viele Farbtöne, die synthetische Pigmente enthalten, einem rascheren Ausbleichen unterworfen. Hierzu zählen viele Farbtöne im Bereich rot, gelb, grün und blau, die zudem sehr klar und kräftig sind (lesen Sie hier mehr zu dem Thema).
Ein Schutz gegen das schnelle Verbrennen der Farbschicht ist einerseits die Zugabe von mineralischen Partikeln (Silikat bei der Silikonalkydfarbe ODEN bzw. der Silikatputzfarbe BETOPAINT), andererseits die Wahl von eher pastelligen oder auch grauen Farbtönen  bzw. Farbtöne auf Basis anorganischer Pigmente.
Das Verbrennen der Farbschicht ist grundsätzlich etwas positives, da die Farbschicht sich immer wieder verjüngt und durch Renovierungsanstriche nicht immer dicker wird. Dennoch verbrennt Farbe heute schneller als früher, wodurch die Oberfläche schneller matt/stumpf aussieht und ein Renovierungsanstrich früher vonnöten ist.

 

 

V

 

 

Verwittern / Verwitterung

Die UV-Strahlen der Sonne begünstigen eine Bräunung der Haut während des Sonnenbades. Fehlt es jedoch an der richtigen Sonnenschutzcreme und/oder das Sonnenbad dauert länger als es die Haut verträgt, bekommen wir Mitteleuropäer mit heller Haut einen Sonnenbrand, verbrannte Haut löst sich. Ähnlich verhält es sich mit Farbe und Lasur:
Die Beschichtung mit einer Farbe/Lasur wird durch die UV-Strahlung runtergebrannt und schwindet. Auf sonnenbeschienenen Seiten schneller, auf abgewandten Seiten langsamer oder überhaupt nicht. Hat eine Farbe/Lasur zuviel Sonne abbekommen, wird sie stumpf/matt und färbt bisweilen bei Kontakt sogar ab. Wir sprechen dann auch hier von einem Sonnenbrand, da sich die oberste Farbsschicht auflöst.
Bei einer Dünnschichtlasur kann dieses bereits nach 6-12 Monaten auf einer Sonnenseite der Fall sein, weil der Anstrich schlicht zu dünn ist.
Bei einer deckenden Farbe dauert es ganz grob in der Spanne, je nach Produkt und Bestrahlung/Sonneneinwirkung, 6-20 Jahre. Jedoch: Bei einer deckenden Farbe ist dann im Normalfall nur das erste Viertel der Schicht verbrannt. Wischt man bei einer verwitterten Ölfarbe diese stumpfe Patina mit einem Öllappen (Leinöl, Sonnenblumenkernöl, etc.) ab, dann sieht der Anstrich wieder wie neu aus und muss erst weitere 3-10 Jahre später neu gestrichen werden, da dann die Hälfte der Schicht weg(gebrannt)  ist.
Dieser Umstand ist kein Nachteil sondern ein selbstreinigender Effekt, verhindert dadurch eine durch regelmäßiges Überstreichen stetig zunehmende Schichtstärke einer Farbe. Menschliche Haut regeneriert sich von alleine, Farbe bekommt dann durch einen Neuanstrich eine neue Haut, die dann wieder zwei Verwitterungszyklen durchhält – wohlgemerkt Farbe, nicht Lasur. Eine Lasur macht nur einen Zyklus mit…

 

 

Veterinärische Zwecke

Bei den Holzteerprodukten findet sich in der Beschreibung oft ein Hinweis auf die Verwendung im (veterinär-)medizinischen Bereich. Unter den Holzteeren hat sich „Äkta Trätjära“ u.a. auch als Heilmittel bei Hufverletzungen bewährt. Kaum ein anderes Produkt ist so vielseitig und  hocheffektiv wie Holzteer!

Übrigens: Holzteere wurden früher auch zur Wundheilung bei Menschen eingesetzt, da sie antiseptisch sind. Sogar heute noch gibt es vereinzelt Nadelholzteerprodukte, die man bspw. zur Bekämpfung von Hautkrankeiten oder zur Linderung bei Insektenstichen einsetzen kann.

 

 

W

 

 

Wasserfarbe

Wussten Sie schon, dass Farben auf Wasserbasis fast ausnahmslos weniger ökologisch,sogar schädlicher als lösemittelhaltige Farben sind?
Gewiss ist Terpentinersatz in Farben und Lasuren nichts, was man als gesund bezeichnen darf. Terpentin reizt die Haut, trocknet diese aus und steht auch im Verdacht, die Ozonschicht zu zerstören. Allerdings: Der Ausstoß an Terpenen (Kohlenwasserstoffverbindungen) eines einzigen Nadelwaldes ist immens im Verhältnis zu den Mengen, die aus frischen Farben ausdünsten.
Wasserlösliche Farben sind entsprechend frei von Terpenen oder haben zumindest einen extrem geringen Anteil an flüchtigen organischen Stoffen (VOC). Dieses führte im Jahr 2010 zur EU-Klassifizierung von Farben nach der Norm VOC 2010.
Was dabei jedoch komplett vernachlässigt wird: Wasserlösliche Farben enthalten ausnahmslos Konservierungsstoffe, um zu verhindern, dass das Lösemittel Wasser in der Farbdose bereits nach wenigen Wochen ab Produktion durch Mikroorganismen kippen und faul werden kann. Diese Konservierungsstoffe gelten im allgemeinen als allergiefördernd, was sie für eine Anwendung auf u.a. Kinderspielzeug fraglich werden lässt. Es sind eben jene Produkte, die mit dem TÜV-Siegel "Blauer Engel" versehen sind. Dieses Siegel wird vergeben, wenn diese Produkte Wasser als Lösemittel enthalten. Weitere chemische Zutaten werden hingegen nicht genauer geprüft…
Ebenso enthalten viele wassergebundene Farben auch Acryl bzw. Acrylat. Dieses Bindemittel wird aus Rohöl hergestellt und setzt in der Produktion Umweltgifte frei – schlecht für die Ökobilanz.
Letztlich sind acrylhaltige Farben und Lasuren später Sondermüll. Im Verbrennungsprozess werden weitere Giftstoffe freigesetzt, die nicht unkontrolliert in die Luft entweichen dürfen.

Farben auf Basis von Lösemitteln, wie der heutzutage übliche aromatenreduzierte Terpentinersatz (Testbenzin), enthalten neben diesem Lösemittel zumeist Öle oder Alkydharze.
Typische Öle sind Leinöl oder chinesisches Holzöl (Tungöl). Alkydharze werden aus diesen Naturölen durch eine Veresterung hergestellt. Somit sind diese nachwachsende Rohstoffe, die keinerlei Konservierungsstoffe enthalten und eine deutlich bessere Ökobilanz aufweisen. Ist eine solche Farbe durchgetrocknet und hart, enthält sie auch keine Lösemittel mehr und ist in diesem Moment auch für Kinderspielzeug besser.

Wer weder Konservierungsstoffe noch Lösemittel auf Kohlenwasserstoffverbindungen in seiner Umgebung wünscht, wählt eine biologische Farbe wie z.B. die reine Leinölfarbe von Allbäck. Diese enthält nur Leinöl und Naturpigment. Für den Aussenbereich kommt noch der Holzimprägnierer SIOO:X hinzu, der rein mineralisch aufgebaut ist (Kalium und Silikat, Stoffe aus der Erde).

 

 

Weidezaun

Weidezäune können vor der Verankerung im Erdreich mit Nadelholzteer eingestrichen werden. Dieses seit über 1000 Jahren bekannte Produkt aus Wikingerzeiten ist ein exzellenter Holzkonservierer und schützt maximal vor Verrottung im dauerfeuchten Bereich. Ferner schützt er vor Verbiss im Bereich der Zaunelemente. Somit sind Holzteere die effektivste und günstigste Lösung um Zäune zu konservieren.

Auch ein Anstrich mit einer Zaunfarbe ist möglich. Diese halten zwar etwas länger, erfordern aber auch einen erheblichen Mehraufwand, da man hier zusätzlich grundieren müsste. 

 

 

X

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Y

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Z

 

 

Zaun

Holzzäune, speziell die beliebten, weil preiswerten, Kiefern- oder Fichtenholzzäune, brauchen Sättigung durch Öl.  Es hemmt bei diesem filigranen Holz die Rissbildung, mindert das Verziehen der Zaunlatten. Daher ist vor einem Anstrich mit Farbe oder Lasur eine Ölgrundierung extrem wichtig. Für die meisten Produkte wird hierfür das Grundieröl eingesetzt, bei reiner Leinölfarbe ist es das reine, gekochte und entschleimte Leinöl.
Da das Streichen von Zäunen vom Schwierigkeitsgrad her gleich an 2. Stelle nach Fenstern einzuordnen ist, sollte man von Anfang an das richtige Material mit der dazu optimalen Grundierung wählen, um möglichst lange keine Renovierungsanstriche vornehmen zu müssen. Verwenden Sie daher für freistehende Hölzer wie Zäune niemals acrylhaltige Farben und erst recht keine acrylhaltigen Lasuren. Acrylanstriche lassen viel Wasser ins Holz, was sehr schnell zur Rissbildung durch u.a. Staunässe führt. Da Acryllasuren kaum länger als 6-12 Monate auf einem Zaun „durchhalten“ und man auf Acryl immer wieder nur Acryl streichen kann (wenn man zuvor nicht alles restlos runterschleift), holt man sich insbesondere bei einem Zaun auf diesem Wege den Teufel ins Holz…

Ideal sind hier Öl- und Alkydlfarben, Holzteere oder aber auch der Imprägnierer SIOO:X. Schlammfarben sowie einfache Emulsions- bzw. Acrylfarben sind auf diesem Holzzäunen mehr als ungeeignet.

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